Darum geht es wirklich – Steuereinnahmen!

Im Licht der in den vergangenen Monaten veröffentlichten Pressemitteilungen will ich heute auf einen wichtigen Bestandteil der Diskussion „EZigarette“ hinweisen:

Die Steuereinnahmen!

Eventuell ist der geneigte Leser bereits über diesen Artikel von mir gestolpert:

Dank der EZigarette wurden 2012 sechs Prozent weniger Tabakzigaretten verkauft!

In dem Artikel beleuchte ich, warum die sechs Prozent weniger Steuereinnahmen durch Tabakverkäufe, nicht alleine auf die Antitabakpolitik der Bundesregierung zurückzuführen sind. Sondern vielmehr auf den Sprunghaften Anstieg der EZigarettenverkäufe!

Als Beweis liefere ich nicht nur die Zahlen aus Deutschland, sondern auch aus den USA: Auch dort wurden erhebliche Rückgänge bei den Tabakverkäufen verzeichnet! [1,2]

Auch in Italien sind die Tabaksteuereinnahmen zurückgegangen – sogar um 7,8% um genauer zu sein! Dies jedenfalls sagt eine Anfrage von Giancario Scottà an das Europaparlament aus.[3]

Diese Anfrage ist gleich doppelt interessant, da Herr Scottà in seiner Anfrage etwas sehr wichtiges anspricht:

Laut einem aktuellen Bericht der ANSA (ital. Nachrichtenagentur) vom 21. April 2012, wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 2013 132 Millionen Euro weniger Tabaksteuer eingenommen. Das entspricht einem Rückgang von 7,6%.

Natürlich kann dieses Defizit nicht vollständig auf den Einsatz von Ezigaretten zurückgeführt werden aber es ist sicherlich mitverantwortlich.

Der nächste Satz sollten jeden aufhorchen lassen:

Kann, im Lichte des oben genannten, der EU-Rat mitteilen welche Maßnahmen er zu ergreifen gedenkt um die Unterschiedlichen Einnahmen der Staatskassen zu regulieren, bezogen auf die Verbreitung von Ezigaretten, welche scheinbar frei von Steuern sind?

UND DA HABEN WIR ES!

Wenn es den Regierungen bei den Tabaksteuern wirklich um die Gesundheit gehen würde, wäre so eine Frage gar nicht erst augekommen!

Laut WHO geht es bei den Tabaksteuern darum, die Anzahl der Raucher zu verringern! Und genau das passiert zur Zeit: Durchschnittlich sieben Prozent weniger Steuereinnahmen durch Tabakprodukte bedeuteten gleichzeitig sieben Prozent weniger Tabakraucher!

Und jetzt wollen sie die EZigarette besteuern, damit die Staatshaushalte nicht belastet werden!

Dabei wollten doch ALLE genau das: Höhere Steuern auf Tabakprodukte, damit weniger Menschen Tabak rauchen.

Jetzt ist es soweit… Es geht los… Die Wahrheit kommt ans Licht:

Es ging nie um die Gesundheit – Es geht um Geld!

 

Freundlichst,

Rursus

 

Quellen:

[1] http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/hohe-tabaksteuer-absatz-von-zigaretten-bricht-ein-a-878864.html

[2] http://tobaccoanalysis.blogspot.de/2013/03/ironically-fda-seen-as-main-obstacle-to.html

[3] http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=WQ&reference=E-2013-004672&format=XML&language=EN

Comments

  1. Auch wenn ich dem Grundtenor dieses Beitrags zustimme kann ich mit folgender Aussage nicht ganz einverstanden sein: „Durchschnittlich sieben Prozent weniger Steuereinnahmen durch Tabakprodukte bedeuteten gleichzeitig sieben Prozent weniger Tabakraucher!“

    Woher wollen Sie wissen wie sich der Rückgang des Tabakkonsums auf die Zahl der Tabakraucher verteilt? Wenn von zehn Rauchern einer das rauchen aufgibt, dafür aber zwei mehr das rauchen anfangen und zusammen auf einen geringeren Verbrauch kommen als der eine der es aufgegeben hat mag sich der Absatz von Tabakprodukten senken, obwohl die Zahl der Konsumenten gestiegen ist. Die Gleichsetzung der Werte scheint mir etwas zu vereinfacht, insbesondere wenn man in Betracht zieht, dass auf Grund der gegenwärtigen Wirtschaftslage in den Mittelmeeranreinerländern dort einige schlicht den Geldbeutel etwas enger schnüren müssen und dies durchaus zu einem Ruckgang des Tabakkonsums beitragen mag auch wenn sich die Zahl der Konsumenten nicht notwendigerweise geändert haben muss.

    • Wenn die Weltweite Betrachtung des Tabakkonsums eins zeigt, dann ist es dass Raucher nahezu jeden Preis bezahlen um an eine Tabakzigarette zu kommen. So liegt z.B. der Schachtelpreis in Australien bei ca. 18 Australischen Dollar.
      Und selbst wenn ein Konsument diese Preise finanziell aufbringen kann, so sucht er sich Alternativen.

      Sicher – Der betreffende Absatz ist stark vereinfacht… Jedoch… Den Rückgang beim Tabakkonsum ALLEINE auf die „Wirkungsvollen“ Gesundheitsmaßnahmen zurückzuführen, ist nicht nur „stark vereinfacht“ sondern eine FALSCHINFORMATION.

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