Sachstand zur E-Zigarette: Einstiegs- oder Ausstiegsprodukt?

Dieser Beitrag hat das Ziel die bisher veröffentlichten Studien und Fakten zum Thema „Einstiegsprodukt E-Zigarette“ zu nennen und zusammenzufassen. Dabei zeigt sich ein konsistentes Bild:

Alle bisher veröffentlichten Studien belegen die Behauptung, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt sein können, nicht! Mehr noch:  Alle bisher veröffentlichten Studien legen nahe, dass das Suchtpotenzial von E-Zigaretten niedrig ist und dass Jugendliche Nichtraucher nicht an der E-Zigarette interessiert sind. Die Anzahl der Jugendlichen Nichtraucher welche die E-Zigarette ausprobieren ist gering aber selbst wenn Jugendliche Nichtraucher die E-Zigarette ausprobieren, werden diese danach nicht zu Tabakrauchern oder E-Zigarettenkonsumenten.

Einleitung

Fotos sind etwas schönes. Mit einer solchen Momentaufnahme kann wunderbar dokumentiert werden, wie z.B. die eigenen Kinder im Grundschulalter aussahen. Leider hat so ein Foto auch seine Nachteile: Zum Beispiel lassen sich Veränderungen mit einem Foto nicht nachweisen.

Für so ein Vorhaben benötigt man dann eine Fotoserie. Auf diese Art und Weise lässt sich dann nachvollziehen, wie sich z.B. ein Gesicht von Jahr zu Jahr verändert.

In der Welt der Studien ist das Äquivalent zu einem Foto die „Querschnittstudie“ (engl. „Cross-Sectional Study“). Bei einer Querschnittstudie werden lediglich „Momentaufnahmen“ von derzeit gültigen Fakten, Meinungen oder Verhaltensweisen aufgezeichnet. Wie bei einem Foto kann mit solch einer Studie nur der „Ist-Zustand“ und keine Veränderung oder Entwicklungen ermittelt werden.

Führt man dieselbe Querschnittstudie zu mehreren Zeitpunkten durch und vergleicht die einzelnen Ergebnisse hat man das Äquivalent zu einer Fotoserie: Die „Längsschnittstudie“ (engl. „Longitudinal study“).
Bedeutet: Aus so einer einer Längsschnittstudie (Fotoserie) kann man Entwicklungen ableiten – Aus einer Querschnittstudie (Foto) nicht.

Studien

Trotzdem wurden (und werden) Querschnittstudien immer wieder dazu missbraucht aus unschuldigen Fakten, folgeschwere Entwicklungen zu züchten. So wurden z.B. für die Behauptung „Die E-Zigarette ist ein Einstiegsprodukt“ die nachfolgenden Studien immer wieder als Quelle herangezogen:

Für diese Studien wurden eine bestimmte Anzahl von Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen z.B. befragt ob sie

  • Tabakrauchen,
  • jemals eine Tabakzigarette ausprobiert,
  • in den letzten 30 Tagen eine Tabakzigarette probiert,
  • E-Zigaretten konsumieren,
  • jemals E-Zigaretten konsumiert oder
  • in den letzten 30 Tagen eine E-Zigarette ausprobiert haben.

Bis auf die Studien von Goniewicz ML (2014) fand jedoch bei allen Studien keine wiederholte Datenerhebung statt – Das sind Querschnittstudien / Momentaufnahmen. Hieraus kann man weder schlussfolgern, dass der Konsum von E-Zigaretten zu Tabakrauchen führt noch dass Tabakrauchen zu E-Zigarettenkonsum führt.

Und bei dem Papier von Goniewicz ML (2014) ist sogar noch ein „kleiner“ Pferdefuss dabei: Für die Studie wurden Befragungen in 2010/2011 und 2013/2014 durchgeführt. Jedoch: 2010/2011 an insgesamt 17 Schulen und für die Datenerhebung 2013/2014 wurden 4 der 17 Schulen entfernt und durch 8 andere Schulen ersetzt. Diese beiden Datensätze sind schlicht und einfach nicht vergleichbar – Können also keine Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen – Was die Studienautoren aber nicht davon abhielt, trotzdem entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen! Und was bestimmte „Experten“ nicht davon abhält, auf Basis dieser Studie zu verbreiten, dass „sowohl der E-Zigarettenkonsum als auch der Tabakkonsum unter Jugendlichen laut einer Studie von Jahr zu Jahr ansteigt“.

Was diese Querschnittstudien jedoch andeuten ist, dass die Anzahl der Jugendlichen, die „schon mal eine E-Zigarette ausprobiert“ haben, im laufe der Jahre angestiegen ist. Das ist wegen dem über die Jahre gestiegenen Bekanntheitsgrad der E-Zigarette folgerichtig und völlig normal. Dies wird auch durch alljährlich durchgeführte (staatliche) Befragungen unterfüttert:

Vor kurzem wurden die neuesten Daten zu der fortlaufen US-Studie „Monitoring the Future“ veröffentlicht. Auch in den USA ist von 2011 bis 2014 die Anzahl derer die „mal eine E-Zigarette ausprobiert haben“ gestiegen.

Das wäre jedoch nur dann Bedenklich, wenn diese Jugendlichen nach dem ausprobieren der E-Zigarette zum Tabakkonsumenten oder zum E-Zigarettenkonsumenten mutiert wären. Das ist jedoch nicht geschehen: Die Anzahl der Tabakraucher unter den Jugendlichen sank im beobachteten Zeitraum auf ein Rekordtief! ((Daten: Monitoring the Future, 2014))

Das gleiche gilt übrigens auch für den Zeitraum der Studie von Goniewicz ML in Polen: Obwohl die Anzahl der Jugendlichen, die schon einmal eine E-Zigarette ausprobiert hatten, von 2010 auf 2014 anstieg – Ist im selben Zeitraum die Anzahl der Tabakzigarettenraucher stark rückläufig gewesen.1 Der über alle Altersgruppen starke Abwärtstrend bei den Tabakverkäufen von 2012 auf 2013 bewog die polnische Regierung 2014 gar dazu, erstmalig seit 2004 auf die alljährliche Tabaksteuererhöhung zu verzichten.2

Um zu überprüfen ob die E-Zigarette ein Einstiegsprodukt sein kann, muss man jedoch nicht mehrere Querschnittstudien zu einer Längsschnittstudie zusammenfügen. Man kann auch einfach die Personen die heute Tabakrauchen fragen, welches ihr ganz persönliches Einstiegsprodukt war:

Bei der Studie von Meier et al. wurden erstmals Jugendliche befragt, welches Nicotinhaltige Produkt sie bei als erstes ausprobiert haben und welches dieser Produkte sie heute noch nutzen. Anhand dieser Daten kann also festgestellt werden, wie viele Jugendliche zuerst eine E-Zigarette ausprobiert haben und ggf. heute Raucher sind – Also: Ob E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt sind!

Befragt wurden für die Studie insgesamt 1304 Jugendliche und junge Erwachsene. Davon hatten lediglich 59 als erstes Nicotinprodukt eine E-Zigarette ausprobiert. Von diesen 59 war letztendlich nur eine Person heute ein Raucher und zwei Personen Gelegenheitsraucher.

Eine Person von 59 die als erstes Nicotinprodukt eine E-Zigarette ausprobiert hatte, ist heute ein Raucher – Das sind 1,7 Prozent. Dies ist zu vergleichen mit den 24,5 % die als erstes Nicotinprodukt eine Tabakzigarette ausprobiert haben und heute Raucher sind.

Hinzu kommen noch Ergebnisse über das Suchtpotential von E-Zigaretten:

Etter und Eissenberg haben hier unter Zuhilfenahme des Fagerström-Tests untersucht, welches Suchtpotential Tabakzigaretten, E-Zigaretten und Nicotinkaugummi haben. Herausgekommen ist, dass Konsumenten von E-Zigaretten weniger von E-Zigaretten abhängig sind als Raucher von Tabakzigaretten und sogar weniger als Nicotinkaugumminutzer von Nicotinkaugummi.

E-Zigaretten haben laut dieser Studie ein genau so hohes oder gar niedrigeres Abhängigkeitspotential wie Nicotinkaugummi. Und Nicotinkaugummi haben ein sehr niedriges Abhängigkeitspotential3 und laut dem Hersteller sogar gar keine Suchtwirkung.4

Fazit

Alle bisher veröffentlichten Studien belegen die Behauptung, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt sein können, nicht! Mehr noch:  Alle bisher veröffentlichten Studien legen nahe, dass das Suchtpotenzial von E-Zigaretten niedrig ist und dass Jugendliche Nichtraucher nicht an der E-Zigarette interessiert sind. Die Anzahl der Jugendlichen Nichtraucher welche die E-Zigarette ausprobieren ist gering aber selbst wenn Jugendliche Nichtraucher die E-Zigarette ausprobieren, werden diese danach nicht zu Tabakrauchern oder E-Zigarettenkonsumenten.

Wer aufgrund der bisherigen Studien behauptet, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt sind, hat entweder keine Ahnung, wurde von den falschen Leuten beraten oder lügt ganz einfach.

Rursus


  1. Report: „SOCIAL DIAGNOSIS 2013 THE OBJECTIVE AND SUBJECTIVE QUALITY OF LIFE IN POLAND„, Seite 249 

  2. TheNews.pl: Smoking decline prompts lower excise revenues, 2014 

  3. OMA Position Paper: Rethinking Stop-SmokingMedications: TreatmentMyths andMedical Realities, Januar 2008 

  4. Nicorette: Nicotin – Ein Naturprodukt, Seite 5, PDF 

Comments

  1. Einstiegsprodukt…Ausstiegsprodukt….
    Was ist mit „Weitermachen-Produkt“?^^

    Dazu habe ich persönlich die E-Zigarette gekauft 2010 und das funktioniert wunderbar.
    Bei der überwiegenden Mehrheit der E-Raucher auch…..aber sie nehmen es als „Aufhören“ wahr (wie bei einem „Nikotinersatzprodukt“…da dampfte aber nie etwas raus seit ca. 35 Jahren).

    Wir brauchen im Prinzip selbst gar nichts nachweisen, sondern nur aufklären, dass die überwiegende Mehrheit von uns „weitermacht“ und nicht aufgehört hat mit dem, was man beim „Rauchen aufhören mit einem Nikotinprodukt“ aufhören MUSS:
    Mit dem gewohnten Rauchverhalten…die sichtbaren Wolken generieren.

    Nach ersten Umfragen ist es genau das, was die Leute wollen und am wenigsten weglassen können: Das „Wolken generieren“.
    Sie können den Tabak weglassen (nach einer Umfrage von Dr. Farsalinos 81% der E-Raucher), sogar das Nikotin würden sie weglassen, falls sie sich entscheiden müssten (aktuell bei einer inoffiziellen Umfrage 72,5%!).
    Aber auf das „Wolken generieren“ verzichten die Wenigsten (oder können es gar nicht).

    Damit kratze ich gaaaaanz vorsichtig an der uns allen erfolgreich suggerierten „schlimmen Tabakabhängigkeit“ und der „fürchterlichen Nikotinsucht“:
    Alles Lug und Trug?
    Brauchen wir nur sichtbare Wolken und ein bisserl Nikotin (was uns nicht schadet, wie wir nun wissen…und welches praktisch nicht einmal vorherige Nichtraucher süchtig macht: Wichtig wegen Jugendschutz).

    Links zu laufenden Umfragen:
    http://www.smoker-insight.org/forumdisplay.php?fid=43

    • „Wir brauchen im Prinzip selbst gar nichts nachweisen, sondern nur aufklären, dass die überwiegende Mehrheit von uns “weitermacht” und nicht aufgehört hat mit dem, was man beim “Rauchen aufhören mit einem Nikotinprodukt” aufhören MUSS“

      Ohne jetzt besonders Gemein klingen zu wollen: Versuche doch einfach mit diesen Argumenten jemanden in der Politik oder Wissenschaft oder Presse zu überzeugen.

      Viel Erfolg.

  2. Ich möchte auch nicht gemein klingen, aber:
    Wie wäre es, davon erst einmal die E-Raucher zu überzeugen?
    Politik/Wissenschaft/Presse bringt momentan gar nüschd…die werden ja nicht als „psychisch verhaltensgestört“ diagnostiziert….aber die E-Raucher..

    Es finden aktuell wieder große Umfragen statt, wo abgefragt wird, ob die E-Raucher die E-Zigarette zum „Aufhören“ verwenden…nach dem „weitermachen“ fragt keiner.
    Nutzt die überwiegende Mehrheit sie zum „Aufhören“, machen die E-Raucher selbst die E-Zigarette zu einem „Funktionsarzneimittel“, welches dann natürlich 100% sicher sein muss…und:
    Die E-Raucher selbst werden als „psychisch krank“ eingestuft.
    Diese Leute sind vor sich selbst zu schützen lt. Gesetz.
    Wer sein „Leiden“ beenden will….ist ein Patient.
    In unserem Falle: Ein psychisch Kranker.

    Lies nochmal das AMG §2 nach:
    §2 AMG
    „…oder um eine Diagnose zu erstellen (als sog. Funktionsarzneimittel)“
    http://www.it-recht-kanzlei.de/index.php?_action=%2FPDF%2Fprint&_rid=5529

    Das mit dem „Diagnose erstellen“ pfriemelten die heimlich, still und leise 2004 mit ins AMG hinein…hat keiner drauf geachtet.
    2004….das Jahr, wo die E-Zigarette von Hon Lik auf den Markt kam (bzw kurz davor stand).

    Das passiert aktuell: Es wird eine Diagnose erstellt:
    E-Raucher sind somit als „psychisch krank“ einzustufen, wenn sie „aufhören“ wollen und dazu als „Hilfsmittel“ die E-Zigarette nutzen.
    Du recherchierst gerne…es lohnt ein Blick auf einige Diagnose-Modelle rund um Tabakabhängigkeit, welche in die E-Raucher-Umfragen eingearbeitet wurden:
    -der Fagerström-Test
    -der DSM-VI
    -das transtheoretische Modell (DiClemente/Prochaska)

    Alle E-Raucher sagen aus, sie haben mit der E-Zigarette erfolgreich „aufgehört“.
    Sie meinen natürlich den Verbrennungsrauch, den sie nicht mehr „bewusst einatmen“.
    Den meinen die aber nicht mit „aufhören mit einem Nikotinprodukt“:
    Die Wolke muss entwöhnt/aufgehört werden……..(siehe alle Nicorette-Produkte der letzte 35 Jahre: Kein Wolke generieren möglich).

    „Quit Smoking“ bedeutet somit aus Sicht des mündigen Rauchers „Quit Vaping“.

    Wir können Studien sammeln bis in alle Ewigkeit…am Ende heisst es dann immer:
    „Man weiss ja nicht, was drin ist……“
    Das muss aber sichergestellt sein für „Aufhörwillige/psychisch Kranke = Standard-Dampfstifte

    Nicht ohne Grund wuseln massig Psychologen und Psychiater um das Thema „E-Zigarette“ und „Rauchen“ rum.
    PS: Michael Siegel gehört auch zu denen….

    • Fakt: Wenn man keine Zigaretten mehr raucht, ist man Nichtraucher.
      Fakt: Das DKFZ sagte eindeutig und wiederholt vor Gericht, dass die E-Zigarette kein Rauchentwöhnungsmittel ist.

      Fertig.

  3. Fakt:
    Die Mehrheit der ersten E-Raucher hat die E-Zigarette als „Raucherentwöhnungs-Hilfsmittel“ angesehen.
    Fakt:
    Viele wollten damit „aufhören“…es dampfen aber alle weiter…
    Fakt:
    Den Regierungen war das nicht „unangenehm“….nun verlangen sie Sicherheitsstandards WIE von Arzneimitteln zur „Raucherentwöhnung“.
    Fakt:
    Bereits seit 1964 könnten wir nikotinvernebelnde Zigaretten haben und damals hätte sie niemand mit einer „Nikotinersatztherapie“ verwechselt..weils die noch nicht gab.
    Die Leute hätten auch keine Unbedenklichkeit erwartet, da sie wussten, dass Nikotinkonsum sehr schädlich ist (dachten sie zumindest)

    Sie mussten sich etwas einfallen lasen, damit sie über so etwas die Kontrolle bekommen.
    Ist geglückt.

    • In aller Deutlichkeit:
      Du nimmst einzelne Versatzstücke und konstruierst daraus eine große Verschwörungstheorie.
      Dem kann und will ich mich nicht anschließen!

  4. Respekt für deinen beitrag
    So sieht es aus

    Ich dampfe jetzt schon länger
    Und bin bis jetzt nicht schlauer geworden ob und wie die e zigarette oder eben die liquids schädlich sind

    Die meisten e zigaretten berichte entw. Unseriös
    Falsch oder gelogen

    Ich möchte gern mal echte fakten sehn und keinen scheiß
    Aber ich glaube da sterb ich noch vorher dumm

    Ist nun das dampfen leicht schädlich, oder super gefährlich??

    Ich mein das nikotin ein nervengift ist wissen wir!

    Aber was ist mit den anderen stoffen vorallem wen sie durch leichte hitze verdampft werden

    Vor ca. 2wochen sagte der phil vom dampferhimmel zu mir dampfen sei nicht schädlich

    Was ja auch denk ich mir zum teil gelogen ist

    Gesund ist dampfen durchs nikotin schon nicht 🙂

    Gutes dampfen noch

    Cao

  5. Meine frage ist nun:

    E-dampfen

    Massiv schädlich oder nicht??

    Warum steht nur so viel e-zigaretten lügen müll im web!!??

    :-/

  6. Daniel Solwand
    17. Januar 2015 - 14:21

    @ Megan, du bist mir auch so ein Wölkchen.^^
    Rursus hat recht mit dem was er schreibt.
    Wer dampft produziert auch keinen Rauch, folglich raucht er nicht. Wer dank der eZig vom Rauchen weg ist, gilt als Nichtraucher bzw. ex Raucher.
    Du aber willst den Leuten quasi weiß machen dass ein Autofahrer der nicht mehr Auto fahren will und seinen Wagen verkauft hat und nun mit einem Bobby Car in seinem Garten unterwegs ist, weiterhin ein Auto fährt und kein Fußgänger ist.
    Selbst wenn es Menschen gibt die das gleiche wie du postulieren, ändert dies nicht an der Tatsache, dass dem nicht so ist.
    Noch einmal, Dampfen ist nicht rauchen und umgekehrt. Lies dir dazu auch mal die einzelnen Urteilsbegründungen diesbezüglich durch.
    Was blau oder rot ist wird nicht automatisch zu grau, nur weil einige Farbenblind sind. 😉

    Gruß
    Daniel

  7. @Daniel
    An deinem Beispiel festgemacht:
    Ich steige von einem Auto auf ein Bobbycar um…..und damit fahre ich nun auch rum.
    Is zwar langsamer, sieht komisch aus und Fahrgeräusche muss ich selber machen „brumm-brumm“, aber ich fahre damit herum.
    Du sagst aus (im übertragenen Sinne): „Ich fahre gar nicht mehr“.
    Es geht um die Handlung….die sichtbare Handlung, egal mit was du sie ausführst.

    Von Weitem siehst du jemand sitzen und Wolken steigen über ihm auf……was sagst du?
    „Gugg mal, da sitzt ein Raucher“ (das könnte auch ein E-Raucher sein, weisst du ja nicht)
    Da spielt auf einmal keine Rolle mehr, was aus dem Menschen da rauskommt.
    Und nun kannst du überlegen, weshalb der WHO das „Nichtraucherschutz“-Thema so wichtig wurde….alle lassen sich dadurch ständig in die Irre führen.
    Selbst umgestiegene Raucher, welche gar nicht aufhören wollten, sagen nun aus, dass sie das Rauchen aufgehört haben (genau das wird in Umfragen abgefragt…und die Teilnehmer so als psychisch krank eingestuft. Kranke brauchen höchsten Schutz…..= 100% Sicherheit).
    Schuld sind: WHO, Psychologen, Pharmaindustrie und Co

    @Rursus
    ich beschreibe hier, wie es zu der scharfen Regulierung der E-Zigarette gekommen ist.
    Das sind erst einmal von jedem nachprüfbare Fakten.
    Hast du im AMG schon nachgesehen? Das mit dem „Diagnose erstellen“?

    • Hast Du Dich schon mal gefragt, warum Deine größtenteils nicht wahr genommen werden? Warum so viele nicht auf Dich hören wollen?

      Ich mache das ab jetzt ganz einfach: Zensiert wird hier nicht – Ich werde weiterhin alle Beiträge von Dir freischalten.

      Aber ich antworte einfach nicht mehr.

  8. @Rursus
    Selbstverständlich weiss ich, warum niemand auf mich hört:
    Weil ich Tabu-Themen angehe…eins nach dem anderen.
    War bei Nikotin sehr erfolgreich, wie du weisst.
    Und was haben wir alles Interessantes darüber herausgefunden.
    Ein Tabu ist deswegen eines, weil es jemand dazu gemacht hat:
    Damit niemand darüber spricht „Das darf man nicht sagen!“
    Bei Nikotin wars Philip Morris (wie ich heute weiss).
    Hat nur allen viel Zeit gekostet, nicht auf mich zu hören und da habe ich kein Problem damit.
    Dich musste ich vor ca. 2 Jahren erst einmal drauf bringen, etwas mehr von Nikotin zu schreiben.
    Du hast es „fast“ vergessen….damals hast du dich sogar noch bei mir bedankt.
    Heute trittst du mir gegen das Schienbein…..obwohl ich dich nur darauf aufmerksam machen möchte, wo die wirklich gefährlichen Brandherde sind, die noch niemand beachtet hat.
    Schade. Man sollte eigentlich mehr zusammen arbeiten, anstatt nur aneinander vorbei.

  9. @ Megan:
    „Einstiegsprodukt…Ausstiegsprodukt….
    Was ist mit “Weitermachen-Produkt”?^^“

    …als Dampferin bin ich „ausgestiegen“, mir den Rauch von verbranntem Tabak und all seiner bekanntermaßen gesundheitsschädlichen Nebenprodukte in die Lunge zu ziehen.( Ergebnis: wesentlich bessere Werte beim Lungenfunktionstest für die Tauchtauglichkeit, das nur so am Rande..)

    Weiter mache ich damit, mit einem niedrig dosierten Nikotin-Aroma-PG-VG-Gemisch Dampf zu inhalieren und in die Luft zu blasen. Der Umstieg gelang nahtlos von heute auf morgen, von 20 bis 25 Pyros auf 0…

    Also: die Dampfe war die beste Hilfe, als Raucherin AUSZUSTEIGEN, aufs Dampfen UMZUSTEIGEN und, weils Spaß macht und schmeckt und ich meine gewohnten Rituale beibehalten kann, WEITERMACHE….

    so, where´s the problem???

  10. Und dann trollt eine Produktionsfirma durch die Dampferwelt und sucht nach den schwarzen Einhornschafen: Jugendliche Nichtraucher, die durch das Dampfen schließlich beim Tabak gelandet sind.

    http://ig-ed.org/2015/01/tv-produktionsfirma-sucht-jugendliche-e-dampfer-wir-fragen-nach/

    Dass sie diese auf „natürlichem“ Wege nicht finden werden, sagt schon der gesunde Menschenverstand, der etwas Ahnung vom Dampfen hat.

    Für dieses „Gateway“ sind nämlich 3 Schritte nötig. Einer unwahrscheinlicher als der andere:

    1. Nichtraucher dampft regelmäßig. Wie die Studien zeigen, gibt es zwar eine zunehmende Zahl an experimentierfreudigen Jugendlichen, aber bei diesen ist die Zahl der Nichtraucher gering. Und es darf ja nicht bei ein paar Experimenten bleiben, sondern muss zum regelmäßigen, täglichen Genuss werden. Und zwar mit Nikotin. Denn es wird ja immer postuliert, dass das böse Nikotin ach so süchtig mache.

    2. Nichtraucher-jetzt-Dampfer wird nikotinsüchtig. Das ist gar nicht so wahrscheinlich, wie uns in den letzten Jahrzehnten immer wieder eingetrichtert wurde. Das sagt auch die aktuelle Forschung (s. oben)

    3. Süchtiger Dampfer muss freiwillig auf Tabak umsteigen. Spätestens hier kracht das „Tor zur Tabakhölle“ in sich zusammen. Wenn selbst wir – nach Jahrzehnten des Tabakkonsums – das neugewonnene Vergnügen am Dampfen nicht mehr zugunsten des geschmacklich weit unterlegenen Rauchens aufgeben wollen, was sollte jemanden, der das noch nicht einmal kennt dazu verleiten?

    Geld? Zigaretten sind viel teurer, besonders wenn man schon die Dampfgeräte hat.

    Geschmack? Naja, manchen schmeckt Rauchen nach den vielen Jahren ja wirklich besser und der Geschmack der Verbrennungsprodukte läßt sich auch nicht wirklich imitieren. Doch für jemanden, der sich noch nicht daran gewöhnt hat …

    Gesundheit? Das interessiert einen „unverwundbaren“ Jugendlichen nicht. Aber selbst wenn die Gefahren des Rauchens vermutlich stark übertrieben dargestellt werden, zeigen doch sehr viele „Anekdoten“, dass es Rauchern nach dem Umstieg deutlich besser geht.

    Wer mag dem ZDF diesen absurden Floh wohl ins Ohr gesetzt haben?
    Mir fällt da spontan nur ein gewisses Orakel ein, das ständig mit derlei absurden Horrorvisionen glanzt und sie regelmäßig in seinem Tempel der WHO-Kollaborateure medienwirksam versprüht.

    Ich habe das etwas ausführlicher in meinem (auf Englisch) ausgeführt:
    „Gate? No Way!“ https://nzillatron.wordpress.com/2014/11/23/gate-no-way/

  11. Da es viele „Studien“ gibt und viele „Meinungen“ und viele „Gegner“ und viele „Befürworter“, wird es sich sehr wahrscheinlich noch etwas hinziehen, bis man wirklich weiß, was jetzt Sache ist.

    Man sucht sich im Internet nen Wolf, findet eine Studie und direkt 5 weitere die das Gegenteil behaupten. Meiner Meinung nach kommt es immer darauf an, wer die Studie in Auftrag gegeben hat und welche Ergebnisse erwartet werden.

    Und das was die Medien derzeit betreiben ist absoluter Mist. Sie schreiben negativ über das Dampfen und erwähnen gleichzeitigt „Genau Studien zur Langzeitwirkung liegen nicht vor, aber…:“ Ich kann das irgendwie nicht mehr hören bzw. lesen.

    Und das Frontal21 jetzt nach jungen Dampfern sucht, die sich ne Schulhof Lutsche am Kiosk gekauft haben, damit es hinterher wieder heißt, wie schlimm und wie verlockend das Ganze doch ist, ist ja wohl die Höhe.

    Die Reporter die diesen Krampf verzapfen und die Kiosk Besitzer, die sämtliches E-Zigaretten Equip an Kinder und Jugendliche unter 18 jahren verkaufen, sollte man für das Verhalten verantwortlich machen. Soviel zu meiner Meinung.

    Mach bitte weiter so und versuche weiterhin Licht in das Dunkel der Studien zu bringen.

    Ein Dampfer

  12. Seit gestern Mittag gehöre ich zu den Dampfern. Annähernd 40 Jahre lang habe ich Tag für Tag Zigaretten geraucht. In den letzten paar Jahren ca. zwei Schachteln täglich.
    Ich würde auch sagen, dass ich mit „Rauchen“ aufgehört habe. Selbstverständlich werden so einige ahnungslose Zeitgenossen meinen „Ausstieg“ nicht als solchen betrachten, weil ich jetzt ja dampfe. Darüber hinaus warte ich schon auf die ersten Mitmenschen, die bei meinem dampfenden Anblick die Nase rümpfen oder neben mir am Tisch im Biergarten zu meckern beginnen.
    Ich war die letzten Jahre so etwas wie ein intoleranter Raucher; einfach aus Protest und weil mir die endlos durch die Politik verordneten „Lebensregeln“ immer mehr auf den Zeiger gehen.
    Vielleicht hätte ich sogar früher schon mit Rauchen aufgehört, wären da nicht die -zig selbsternannten Gesundheitspriester mit ihren Zeigefingern unterwegs. Tja, da bin ich dann halt ein Trotzkopf… ;-))

    Mag schon sein, dass es irgendwie „krank“ ist, als Erwachsener an so einem Dampfapparat herumzunuckeln und den Anblick der Nebelschwaden fast so wie ein Kind, das Seifenblasen produziert, zu genießen. Für mich gibt es aber noch viel mehr Verhaltensweisen, die ich als zumindest „bemerkenswert“ einstufen würde. Ob es Leute sind, die vom schlechten Gewissen geplagt werden, weil sie ausgerechnet diesen Samstag ihr geliebtes Auto mal nicht wie an jedem Wochenende waschen konnten, oder solche, die sich über Jahrzehnte hinweg mit Burger&Döner eine Diabetes anfuttern.
    Ein wenig schädlich ist alles irgendwie…

    Angeblich reichen ja die Erfahrungswerte mit der E-Zigarette bis heute nicht aus, um eine klare Gesetzesregelungen zu schaffen.
    Ich glaube, dass einige der Verantwortlichen das Thema einfach nicht „attraktiv“ genug ist. Raucher sind Raucher, und wenn sie „nur“ dampfen….

    Ich persönlich bin übrigens angenehm überrascht von der Geschmacksintensität der E-Zigarette. Damit hatte ich nicht gerechnet. Und auch nicht, dass ich tatsächlich komplett (bis jetzt jedenfalls) auf die Pyra dadurch verzichten kann.
    Ich warte nun ab, wie sich die nächsten Tage bei mir entwickeln werden.

    • Wenn wirklich mal einer/eine am Tisch im Biergarten mit dem Meckern anfängt: Höflich daran erinnern, dass Jahrzehntelang dafür gestritten wurde, dass DRINNEN keine Tabakzigaretten mehr geraucht werden und das er/sie dort wunderbare frische unbelastete Luft atmen könne.

  13. Wie hier bereits einige anmerkten, geht auch mir das -für und wieder- aber so was am Poppers vorbei. Ich habe 35 Jahre lang ca. 30 Stck. geraucht und Nebenwirkungen wie auch Einschränkungen dafür in Kauf genommen. Aufgewachsen im blauen Dunst wurde mir dies eben mal in die Wiege gelegt. Nun dampfe ich seit ca. 2 Monaten und ich bin einfach hin und weg.

    Schlagartig verbessert sich vieles, aber das entscheidende ist…ich fühle mich wie neugeboren!
    Zahlen, Daten Fakten sind schon wichtig, aber entscheidend ist…wie der Mensch sich dabei fühlt

    …und das ist in Studien und Statistiken nur schwer auszudrücken.

  14. Hey,
    Also ich muss sagen, dass es für mich echt ein Segen war das die E-Zigarette erfunden wurde. Ich habe lange Zeit Kette geraucht. und eben auch den stärksten Kram den es so gibt. Die filterlosen
    Roth-Händle
    und den Schwarzer Krauser Drehtabak … Irgendwann war es dann so schlimm, dass ich vor der Tür eine geraucht habe und mich danach hinsetzen musste weil ich nur vom Rauchen so außer atem war… Das war dann wohl der Weckruf und ich bin kurz danach umgestiegen. Hab es nie bereut!
    Viele Grüße
    Marvin

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