Germanwings: Gelockerte Schweigepflicht für kritische Berufsgruppen

Mir schwillt gerade beim lesen der Tagespresse der Hals an. Wie können einige Politiker nur fordern, dass Ärzte ihre Schweigepflicht bei bestimmten, kritischen Berufsgruppen, brechen sollen?
An all jene, die es betrifft:
Die erste Berufsgruppe, die so eine „gelockerte Schweigepflicht“ treffen müsste, sind Politiker!

Geistig instabile Politiker könnten Millionen von Rentnern und Arbeitslosen in die Altersarmut treiben!!

Ähm… Moment mal.. *grübelt*

Rursus

PS Meine Meinung: Das einzige was so eine „gelockerte Schweigepflicht bei kritischen Berufsgruppen“ bringen würde ist, dass die betreffenden Personen nicht mehr zum Arzt gehen und die Krankheit somit unbehandelt bleiben würde.

Comments

  1. Naja dann kommt als nächstes die Tüv-Pflicht. Politiker müssen sich alle 3 Monate untersuchen lassen, sonst drohen finanzielle Kürzungen und Suspendierung. 😉

  2. Datt Dicke Dampfer
    2. April 2015 - 2:23

    Ganz Deiner Meinung, man kann jetzt hin und her Spekulieren wie so etwas zu verhindern währe. Kurze und knappe Antwort:“ Gar nicht!“
    Natürlich war das jetzt ein extrem Tragischer und nicht nachvollziehbarer Fall, was den Kerl da bitteschön geritten hat. keine ahnung, will ich glaube ich auch nicht nachvollziehen können, aber wenn ich mich, wie in dem Falle, nicht mehr auf meinen Piloten/ CoPiloten verlassen darf weil es die Vorschrift vorschreibt, wenn ich nun hinter jedem meiner Arbeitskollegen (Ich Arbeite in der Chemie) einen Potenziellen Psychopaten vermuten muß, na dann gute Nacht. Auch in vielen anderen Branchen sind solche SUPERGAUS möglich. Bitte nicht falsch verstehen, ich will hier nichts verharmlosen, aber irgenwann sollte kontrolle eine Grenze kennen.
    LG Datt Dicke Dampfer

  3. Dieses Problem bringt mich in innere Konflikte – einerseits soll die ärztliche Schweigepflicht bewahrt werden, andererseits kann es auch nicht angehen, dass eine Klinik oder ein Arzt einen Piloten wegen solcher Probleme behandelt, ohne dass der Arbeitgeber davon erfährt.
    Wie man aus diesem Dilemma rauskommt, ist mir auch noch nicht klar.
    Zumindest sollte der Arbeitgeber Kenntnis von einer solchen Behandlung bekommen – ohne dass gleich Einzelheiten übermittelt werden – damit ein erneutes Gespräch mit dem Piloten geführt werden kann.
    Piloten sind für mich eine kritische Berufsgruppe – es droht allerdings auch eine Ausweitung auf andere, nicht so kritische Berufgruppen….
    Wie gesagt – ein Dilemma…

    • Vielen Dank für den Kommentar!

      Da ist eigentlich kein Dilemma dabei, wenn man auf Betriebsärzte setzt und die (in diesem Fall) Piloten erst eine Genehmigung zum Fliegen erhalten, wenn Sie durch einen (meinetwegen) Halbjährlichen „Check-Up“ gegangen sind. Da muss der Arzt auch nichts offenlegen – Da genügt ein „Flugtauglich/Nicht Flugtauglich“.

  4. @rursus – Das wird bei den Fluggesellschaften ohnehin schon so gehandhabt, und zwar noch öfter als halbjährlich. Circa 5x oder mehr, habe ich gelesen, wird pro Jahr die F’lugtauglichkeit ärztlich überprüft. Bleibt eigentlich nur die Vermutung, die @Nanasy auch schon äußert: „…es droht allerdings auch eine Ausweitung auf andere, nicht so kritische Berufgruppen“. Möglicherweise ist das sogar der eigentliche Grund.

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