Diacetyl – Es ist so einfach, Dinge kompliziert zu machen.

Und noch einfacher, damit Panik zu erzeugen!

Eigentlich befinde ich mich im Moment in einer selbstauferlegten Zwangspause zum Thema „E-Zigarette“. Nachdem ich jedoch in den letzten Tagen immer mehr von „Diacetyl“ und „Popkornlunge“ gelesen habe, muss ich eine Pause von der Pause nehmen.

Als Beispiel sei diese Überschrift von Stern.de genannt:

Gefährliche Chemikalie in E-Zigaretten gefunden

Der Dampf aus E-Zigaretten gilt als vermeintlich gesündere Alternative zum Tabakqualm. Doch Forscher haben nun gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe im Dampf entdeckt, unter anderem die Substanz Diacetyl. Sie wird mit der sogenannten „Popcorn-Lunge“ in Verbindung gebracht.1

Auslöser des ganzen ist die Studie:

Joseph G. Allen et al.: „Flavoring Chemicals in E-Cigarettes: Diacetyl, 2,3-Pentanedione, and Acetoin in a Sample of 51 Products, Including Fruit-, Candy-, and Cocktail-Flavored E-Cigarettes„, 8. Dezember 2015

 

Zunächst eine Entwarnung: Hier wird (wieder einmal) mit viel Geschick, eine Mücke zu einem ausgewachsenen Elefanten aufgeblasen! Ein durchschnittlicher Raucher nimmt durch Tabakrauch bis zu 8.660 µg Diacetyl am Tag auf und damit knapp 1.000 mal mehr als im Durchschnitt in dieser Studie gefunden wurde.
Tabakrauchen gilt zwar ansonsten als Risikofaktor für jede Menge Krankheitsbilder, jedoch nicht als Risikofaktor für die sog. „Popkorn-Lunge“.
Außerdem sind die betrachteten chem. Verbindungen Diacetyl, 3-Hydroxy-2-butanon und Acetylpropionyl in der Europäischen Union als Lebensmittelaromen zugelassen und gelten somit in den entsprechenden Konzentrationen als „Sicher für den Endverbraucher“.2

Popkorn-Lunge – Bronchiolitis obliterans

Das Krankheitsbild „Bronchiolitis obliterans“ (BO) oder in der Presse auch gerne als „Popkorn-Lunge“ bezeichnet, ist eine seltene, nicht heilbare und Lebensbedrohende Form der Entzündung der Bronchien. Da der Körper von an BO erkrankten Personen versuchte, vorangegangene Infektion zu heilen, bildet dieser Narben, um die Entzündung einzudämmen. Diese Narben führen dazu, dass die Atemwege verengt sind und das Lungenvolumen eingeschränkt ist. Auch nach Lungentransplantationen kann man an BO erkranken.

In der Presse konnte man immer wieder ab 2005 von diesem Krankheitsbild lesen: Ab 2004 fanden in den USA immer wieder Schadensersatzprozesse von an BO erkrankten Arbeitnehmern gegen einige Hersteller von Butteraromen statt.3 Die Arbeitnehmer (bzw. die Anwälte) machten seinerzeit das in den Fabriken verwendete Diacetyl für die Erkrankung verantwortlich.

Und eben genau dieses Diacetyl wurde nun in E-Liquids gefunden…

Die Fakten

In der Studie von Joseph G. Allen und Kollegen wurden 51 E-Liquids mit Aromen ausgesucht, von denen die Forscher der Meinung waren, dass diese eine große Anziehungskraft auf Jugendliche haben. Diese E-Liquids wurden untersucht, ob sie die chemischen Verbindungen 3-Hydroxy-2-butanonAcetylpropionyl oder Diacetyl enthalten.

Orginaltext aus der Stuide:

Methods: We selected 51 types of flavored e-cigarettes sold by leading e-cigarette brands and flavors we deemed were appealing to youth. E-cigarette contents were fully discharged and the air stream was captured and analyzed for total mass of diacetyl, 2,3-pentanedione, and acetoin, according to OSHA Method 1012.

 

Ergebnis der Untersuchung:

  • Mindestens eine der drei chem. Verbindungen wurde in 47 der 51 E-Liquids gefunden.
  • Diacetyl wurde in 39 der 51 E-Liquids gefunden.
  • 3-Hydroxy-2-butanon wurde in 46 der 51 E-Liquids gefunden.
  • Acetylpropionyl  wurde in 23 der 51 E-Liquids gefunden.

Aufgrund der Fundmenge und der Verbindung zwischen BO und den hier aufgezählten chem. Verbindungen raten die Forscher zu unmittelbaren Handlungen seitens der Regulierungsbehörden.

Tja… So sieht es aus! Zeit für Panik!

Die Presse hat sich nun die Diacetyl-Ergebnisse herausgepickt (vermutlich, weil man das zum einen so schön einfach aussprechen und zum anderen mit den Gerichtsurteilen zur Popkorn-Lunge verbinden kann) und haut nun diese Ergebnisse unters Volk.

Da liest man dann von „Popkorn-Lunge“ und das die Forscher da bis zu 238,9 Mikrogramm (µg) Diacetyl gefunden haben.

Schauen wir uns die Ergebnisse doch mal genauer an:

Forschungsergebnisse

Allen Table 2-1

Legende:
Alle Angaben in Mikrogramm (µg – Millionstel Gramm)
LOD = Limit of detection – Ab diesem Wert konnte man sagen: Ja, da ist etwas von dem Stoff drin.
LOQ = Limit of quantification – Ab diesem Wert konnte man genau beziffern, wie viel von dem Stoff enthalten ist.
<LOD = Es wurde nichts gefunden (mindestens unterhalb 0,05 µg).
<LOQ = Es wurde zwar etwas gefunden, man kann aber nicht genau sagen „wie viel“ (zwischen 0,05 und 2,3 µg).

Auffällig ist schon mal, dass in 33 der getesteten 51 Liquids entweder kein oder unterhalb 2,3 µg Diacetyl gefunden wurde.

Sehr auffällig ist, dass nur in einem E-Liquid die vergleichsweise „hohe Menge“ von 238,9 µg Diacetyl gefunden wurde. Und zwar in dem E-Liquid „Pfirsich Schnaps“ – Ein Aroma, welches laut der Studie „eine große Anziehungskraft“ auf Kinder ausübt… (Was für ein Schenkelklopfer – Ich lache immer noch).

Wenn man nun diese Zahlen addiert und durch 51 dividiert, dann kommt man auf einen durchschnittlichen Wert von 9 µg. Da dieser Wert für eine Tagesration E-Liquid gilt, kann man also davon ausgehen, dass ein Dampfer, der diese E-Liquids konsumiert, im Mittel knapp 9 µg Diacetyl am Tag aufnimmt.

9 µg pro Tag – Ist das gefährlich?

Um das zu beantworten, muss man zum einen in Erfahrung bringen, wie viel Diacetyl man aufnehmen muss, um an BO zu erkranken und zum anderen wie viel man von der chem. Verbindung denn ansonsten zu sich nimmt bzw. genommen hat.

Da E-Zigarettenkonsumenten zu einem Großteil ehemalige Tabakkonsumenten sind, muss man also Wissen wie viel Diacetyl in Tabakrauch vorhanden ist – Denn nur das ist die einzige relevante Bezugsgröße: Wie viel Diacetyl weniger/mehr nimmt ein ehemaliger Raucher nach dem Umstieg auf die E-Zigarette auf?

Eine Frage, welche die Studie von Joseph G. Allen und Kollegen nicht beantwortet: Irgendwie haben die Forscher nicht nur vergessen, hier einen direkten Vergleich zu ziehen, sondern haben die Gesamtmenge von Diacetyl in Tabakrauch erst gar nicht genannt (und auch nicht die Menge ab der es Gefährlich werden könnte).

Fakten sammeln – Ab wann ist das Risiko erhöht?

Laut der Studie „Evaluation of Flavorings-Related Lung Disease Risk at Six Microwave Popcorn Plants“ war der niedrigste Mittelwert bei dem ein Arbeitnehmer, der in einer Fabrik für Mikrowellenpopkorn der chem. Verbindung Diacetyl ausgesetzt war und an BO erkrankte, bei 0,2 ppm (parts per million).4 Nach meinen Recherchen sind 0,2 ppm Diacetyl umgerechnet 716 µg pro m³.

Ein Mensch atmet pro Stunde ca. 500 liter Luft ein und aus und arbeitet normalerweise 8 Stunden am Tag.5 Wenn ich nun den niedrigsten Mittelwert, bei dem ein Arbeitnehmer an BO erkrankte nehme und diesen auf 8 Stunden hochrechne, komme ich auf einen Wert von 2.864 µg ab dem das Risiko erhöht ist, an BO zu erkranken.

Fakten sammeln – Wie viel Diacetyl enthalten Tabakzigaretten?

Der Rauch einer Tabakzigarette enthält ca. 301 bis 433 µg Diacetyl.6 Auf eine Schachtel mit 20 Zigaretten hochgerechnet, nimmt ein Durchschnittlicher Raucher am Tag ca. 6.020 bis 8.660 µg Diacetyl auf.

Zusammenfassung der gesammelten Fakten

Ein ehemaliger Raucher, der vormals den Rauch von 20 Zigaretten am Tag inhaliert hat, nahm in dieser Zeit ca. 6.020 bis 8.660 µg Diacetyl am Tag auf und als E-Zigarettenkonsument 9 µg am Tag. Dieser ehemalige Racher, der jetzt E-Zigaretten konsumiert, nimmt jetzt bis zu 962 mal weniger Diacetyl am Tag auf.

Da der niedrigste Wert ab dem ein Fabrikarbeiter an BO erkrankte und vorher Diacetyl einatmete, bei 2.864 µg in 8h war, sind die in der Studie von Joseph G. Allen und Kollegen ermittelten Durchschnittswerte von 9 µg am Tag sicherlich nicht das was man als „Risikofaktor“ benennen könnte.

Selbst wenn man das Kinderaroma „Pfirsich Schnapps“ mit den 238,9 µg Diacetyl als Extrembeispiel heranzieht, bleiben wir immer noch 12fach unter der besorgniserregenden Menge von 2.864 µg.

Wenn man  die E-Liquids mit Tabakzigarettenrauch vergleicht, ist die Warnung und die Forderung zu unmittelbaren Handlungen der Forscher nur als lächerlich zu bezeichnen. Aber es kommt noch besser:

Das beste zum Schluss

Da ein Durchschnittlicher Raucher am Tag ca. 6.020 bis 8.660 µg Diacetyl aufnimmt und der  niedrigste Wert ab dem ein Fabrikarbeiter an BO erkrankte und vorher Diacetyl einatmete, bei 2.864 µg /8h war: Müssen Raucher Angst haben, an BO zu erkranken?

Einfache Antwort: Nein, müssen sie nicht! Zigarettenrauch ist kein Risikofaktor für BO!

Tabakrauch wird ja für alles Mögliche verantwortlich gemacht aber BO gehört nicht dazu. Wer mir das nicht glaubt, kann sich ja die Studie „Diacetyl and 2,3-pentanedione exposures associated with cigarette smoking: implications for risk assessment of food and flavoring workers.“ durchlesen.7 Die Autoren der Studie haben sich Tabakrauch und die Ergebnisse anderer Forscher zu Diacetyl und Acetylpropionyl in Verbindung mit BO angeschaut. Und die große Überraschung war: Sie fanden keinen Zusammenhang zwischen Diacetyl, Acetylpropionyl und BO:

„Further, because smoking has not been shown to be a risk factor for bronchiolitis obliterans, our findings are inconsistent with claims that diacetyl and/or 2,3-pentanedione exposure are risk factors for this disease.“

Die Forscherruppe um CJ Ronk sind mit ihrer Studie „Evaluation of pulmonary function within a cohort of flavorings workers.“ sogar noch etwas weiter gegangen: Sie haben sich die gesamten Vorfälle bezüglich BO und der Popkornfabriken noch einmal genauer angeschaut, welche an das „US National Institute for Occupational Safety and Health“ gemeldet und dort ausgewertet wurden (das sind auch die Fälle, die vor Gericht gegangen sind).8 Ronk und Kollegen fanden nach erneuter Durchsicht der Fälle, keinen Zusammenhang zwischen Diacetyl und anderen chem. Verbindungen und einem erhöhtem Risiko an BO zu erkranken.

Die 2014 von B Starek-Swiechowicz und A Starek durchgeführte Studie „Diacetyl exposure as a pneumotoxic factor: a review.“ geht zwar einerseits davon aus, dass Diacetyl (neben anderen Faktoren) eine Ursache für BO ist.9 Jedoch sind sie der Meinung, dass Diacetyl in verarbeiteten Produkten (foodstuff) vermutlich kein Risiko für den Endkunden enthält.

E-Zigaretten als Risikofaktor für die Popkorn-Lunge?
Wenn die Berichterstattung über die Studie nicht so erschreckend wäre, würde ich ja lachen…

Rursus

PS In Deutschland gibt es einen Grenzwert für Diacetyl. Dieser MAK-Wert ist 70  µg pro m³.10

Dieser MAK-Wert gibt die maximal zulässige Konzentration eines Stoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der (Atem-)Luft am Arbeitsplatzan, bei der kein Gesundheitsschaden zu erwarten ist, auch wenn man der Konzentration in der Regel 8 Stunden täglich, maximal 40 (42) Stunden in der Woche ausgesetzt ist.

Wenn ich nun diesen Grenzwert von 70  µg pro m³ auf 8 h hochrechne, komme ich auf einen offiziellen Wert von 280 µg Diacetyl über 8 h – bei dem kein Gesundheitsschaden zu erwarten ist! Der oben angeführte Mittelwert aus der Studie von 9 µg pro Tag sind damit gerade einmal 3,2 Prozent.

Das kann man beim besten Willen nicht als „Bedenklich“ bezeichnen!


  1. Stern.de: „Gefährliche Chemikalie in E-Zigaretten gefunden„, 09. Dezember 2015 

  2. Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften: Verzeichnis der in oder auf Lebensmitteln verwendeten Aromastoffe gemäß Verordnung (EG) Nr. 2232/96 

  3. EHS Today: „Jury Awards Popcorn Worker $15 Million„, 1. April 2005 

  4. R Kanwal: „Evaluation of Flavorings-Related Lung Disease Risk at Six Microwave Popcorn Plants„, Februar 2006  

  5. R Müller: Atmung, Stoffwechsel und Blutkreislauf 

  6. K Fujioka et al.:  „Determination of toxic carbonyl compounds in cigarette smoke.„, Febrau 2006 

  7. JS Pierce et al.: „Diacetyl and 2,3-pentanedione exposures associated with cigarette smoking: implications for risk assessment of food and flavoring workers.„, May 2014 

  8. CJ Ronk et al.: „Evaluation of pulmonary function within a cohort of flavorings workers.„, Februar 2013 

  9. B Starek-Swiechowicz, A Starek: „Diacetyl exposure as a pneumotoxic factor: a review.„, 2014  

  10. Diacetyl: MAK Value Documentation in German Language, 2015 

Comments

  1. Und ganz unabhängig davon, ob Diacetyl gefährlich ist bzw. ab welchen Mengen es gefährlich ist: Seriöse Hersteller wie Fxxxxxxxt (und dazu m.W. auch die allermeisten anderen Hersteller in der EU) haben schon vor Jahren Diacetyl aus fast allen Liquids entfernt. Die Handvoll Säfte, die das Zeug noch enthalten – in geringen Mengen noch dazu –, haben (jedenfalls bei Fxxxxxxxt) auf ihrer Webseite einen dicken Warnhinweis.

  2. Danke für die tolle Zusammenfassung!

  3. Wäre mal interessant zu sehen, wie solche schlecht recherchierenden Journalisten (hier der vom Stern) reagieren, wenn sie derart demontiert werden. Ich meine, eine Entschuldigung zu drucken wäre wohl das mindeste…

  4. Christian Diehl
    13. Dezember 2015 - 21:09

    Und die Bild titelt fröhlich: „E-Zigaretten verursachen Popcorn-Lunge“. Da nicht einmal die Harvard-Studie das wagt, gabs von mir ne Beschwerde beim Presserat. Mal schauen, was draus wird…

    Besten Dank für die gute Zusammenfassung 🙂

  5. @Mot: Bisher wurden so ziemlich alle in den Medien verbreiteten Schauermärchen widerlegt bzw. nachgewiesen, dass aus einer Mücke ein Elefant gemacht wurde. Irgendwelche Richtigstellungen gab es jedoch nie, im Gegenteil. Oft wurden die erwiesenermaßen falschen Informationen ein paar Monate später irgendwo erneut verarbeitet und veröffentlicht.

    @Rursus: Ein weiteres mal 1000 Dank für Deine Mühe.

  6. universal emptiness
    13. Dezember 2015 - 23:34

    Der Diacetyl-Wert für Peach Schnapps (238.0 µg/e-cigarette) ist eindeutig als Ausreißer zu betrachten. Da der Mittelwert sehr stark von Ausreißern wird, würde ich daher den Median verwenden. Dieser liegt mit 5.95 µg/e-cigarette sogar noch unter dem von Rursus berechneten Mittelwert.
    .

    • Vielen Dank für den Beitrag! Ich wollte den „Ausreißer“ am Anfang auch aus der Gleichung streichen – Um aber „vom schlimmsten Fall“ auszugehen, bin ich bei den (eher konservatieven) 9 µg geblieben.

  7. >> Wenn man nun diese Zahlen addiert und durch 51 dividiert, dann kommt man auf einen durchschnittlichen Wert von 9 µg. <<

    Das ist aber nicht sehr wissenschaftlich. Dazu müsste man alle Liquids gleich verteilt bzw. gemixt konsumieren, was niemand machen würde.

    • Ich kann hier nur von einem Durchschnittswert ausgehen – ansonsten müsste ich jedes E-Liquid einzeln betrachten.
      Um das ganze etwas auszugleichen, habe ich den „Spitzenreiter Pfirsich-Schnapps“ gesondert hervorgehoben.

  8. universal emptiness
    14. Dezember 2015 - 0:04

    Bei der Verwendung des Medians wird der Ausreißer nicht rausgestrichen. Der Median wird nur nicht so stark durch Ausreißer verzerrt, wie der Mittelwert.

  9. Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel. Es wird scheinbar einfach nur versucht Stimmung gegen E-Zigaretten zu machen um damit Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ich frage mich nur wo diese Journalisten ihr Handwerk gelernt haben.

  10. Es ist schon erschreckend wie die etablierten Medien wie Stern, Focus und Andere auf ihren online-Ausgaben solchen Bullsh… verbreiten. Wenn dann zu viele negativ-Kommentare kommen wird die Seite geschlossen und der ganze Schmarrn nochmal gebracht. Ich frage mich welches Ziel solch Journalismus hat, die können doch nicht alle von MPL bezahlt worden sein, geschweige denn überzeugt von dem was sie da schreiben.

  11. Lieber Rursus,

    Du könntest ebenso darauf hinweisen, dass die Mengenangaben in der Studie, die sich auf die zwecks Verdampfung zur Schadstoffmessung verwendete Menge Liquid bezieht in „e-Cigarettes“ angegeben ist. Vielleicht habe ich es überlesen, aber ich kann keine genaue Mengenangabe dazu in der gesamten Studie finden. Schon allein deshalb ist die Studie als eine vom WHO bezahlte Farce zu bezeichnen.

    Vielen Dank und beste Grüße,
    St0fF

    • Die Mengenangabe bezieht sich auf „Electronic cigarette cartridges“. Die entsprechenden Buchstaben in der oben angeführten Tabelle sind vermutlich:

      A – Mark Ten
      B – Vuse
      C – blu
      D – NJOY
      E – White Cloud
      F – South Beach Smoke
      G – Volcano
      H – Tasty Vapor
      I – Unbekannt

      Das waren nach meinem Wissensstand alles „Cig-a-likes“ mit einem Füllvolumen von 0,8 bis 1,5 ml.

  12. rursus blog Fan
    14. Dezember 2015 - 20:13

    Persönlich kenne ich mindestens einen der ein Bundesverdienstkreuz besitzt, aber du hättest echt verdient.

    Du erweist mit deiner genauen und sicherlich aufwendigen Recherche, deiner präzisen und logischen Zusammenfassung der gesamten Branche einen Bärendienst und leistest einen wertvollen Beitrag dazu einige Zweifler doch auf dem dampfenden Pfad zurück zu führen.

    Leider verweisen viel zu wenige auf deinen Blog, der für mich wie eine Enzyklopädie ist. Eigentlich muss und sollte man das ganze Spektakel verfilmen. Es ist eine Farce. Mal sehen was in „A Billion Lives“ noch alles aufgedeckt wird.

    http://abillionlives.com/

  13. @rursus blog Fan – Deine Begeisterung teile ich voll und ganz, denn auch ich bin Rursus sehr dankbar für seine Arbeit.

    Doch möchte ich anmerken, dass ich kaum einen Blog kenne, der nicht hier her verlinken würde.

    Viele von uns schreiben auch Leserbriefe oder kommentieren gesharte Artikel in den SN, die eZigaretten-Bashing enthalten und wir verlinken fleißig auf die jeweils zutreffenden Entlarvungen durch Rursus hier her.

    Hat Rursus auch noch nicht das Bundesverdienstkreuz, so ist er doch ein Würdenträger:
    „Vaping Advocate of the Year 2015“ https://gfn.net.co/vaping-advocate-award/vaya-2015-bios

  14. Ich finde ja jeder sollte selbst wissen was er raucht. Klar sind Zigaretten und Tabak um ein vielfaches schädlicher wie E-Zigaretten. Aber wer mit dem Rauchen aufhören will sollte auch aufhören. Ich meine nur fast jeden den ich kenne der angefangen hat E-Zigaretten zu rauchen, hat das nicht sehr lange gemacht. Entweder sie sind wieder rückfällig geworden oder haben dann wieder zu rauchen angefangen. Am besten das Rauchen ganz lassen.

    • Hallo!
      Was denn nun? Rückfällig geworden oder wieder angefangen zu rauchen?

      Übrigens: Rauchen ist das „inhalieren von verbrannten Pflanzenteilen“. Bei einer E-Zigarette wird nichts verbrannt, sondern eine Flüssigkeit wird verdampft. Ein Umsteiger, der keine Tabakzigaretten mehr raucht, ist tatsächlich ein Nicht-Raucher.

  15. Ich bleibe bei meiner Theorie…das ist Propaganda. Gegen E-Zigaretten. Und, alles nur weil die Tabakindustrie ein riesen großer BÖSER Clan ist und der Staat an uns Dampfern nichts verdient. Weltweit das Gleiche.
    ich danke dir hier echt von Herzen! du hast dir so viel Mühe gegeben das alles bis ins Kleinste zu zerlegen!!

  16. Natürlich ist es Propaganda. Aber nicht gegen E-Zigaretten generell, sondern für eine starke Reglementierung und Überwachung. Dampfen ist ein Milliarden-Markt, den die Tabak-Industrie mit ein paar handvoll Anbietern gerne übernehmen möchte. Solange da aber etliche kleine Krauter mitmischen und sich jeder sein Liquid selber mixen kann bzw. könnte, ist das nicht lukrativ genug. Also schafft man sich mit seiner Lobby-Macht den Markt, wie man ihn gerne hätte. Standartisierte Produkte, scharfe Auflagen und Normen, die kleine Anbieter gar nicht erfüllen können. Je mehr Horror-Meldungen über die Gefahren des Dampfens, desto besser, denn damit wächst die Bereitschaft, ‚etwas‘ zu tun, s. EU-Tabak-Richtlinie 2016. Je teurer die Umsetzung, desto schlechter die Bedingungen für kleine Anbieter, während die Kosten für die Tabak-Riesen keine Rolle spielen. Die Margen sind so fett, daß sogar schon eine Liquid-Steuer ins Auge gefasst wird. Im Gegenzug werden beste Qualität bzw. geringste Gesundheits-Risiken garantiert, und jeder Raucher, der ins Dampfer-Lager wechstelt, tut nicht mehr so weh, denn er bleibt als Kunde ja erhalten. Und dann heisst es dann irgendwann doch, daß Dampfen die ‚gesunde‘ Alternative ist. Insgesamt eine perfide, aber durchschaubare Strategie. Sobald die EU-Tabak-Richtlinie 2016 umgesetzt ist, werden die Großen mit ihren eigenen Produkten auf den Markt kommen und die kleinen bis aufs Messer bekämpfen. Die Abmahn-Anwälte freuen sich schon….

  17. rursus blog Fan
    15. Dezember 2015 - 16:02

    @ Kurber Ursel

    Ja ja, die Foren und Facebookgruppen…. Die meine ich nicht.

    Ich meine die Händler! Diese sollten die wichtigste Quelle zur Immunisierung des Kunden sein.

    Und wer weißt schon darauf hin auf seiner Rechnung/Lieferschein etc.

    Vielleicht auf einer Extra Karte die vielleicht rot ist und die vielleicht dem Text versehen ist:

    „Zu Risiken und Nebenwirkungen Ihres Produktes in Zusammenhang mit den Einflüssen von Tabak- und Pharmalobby auf die Medienlandschaft lesen Sie bitte den blog.rursus.de.

    Ihr Freundlicher XY Händler

    Frontseitig könnte drauf stehen

    „Rote Karte für die sensationsgierige Presse, die es vergisst richtig zu informieren!“

  18. @rursus

    Danke!!

  19. Kursus, tolle Analyse, wie immer, Hut ab.

    Hier eventuell noch Futter für die Diskussion:
    A)
    Findet Ihr das Untersuchungssetup nicht merkwürdig?
    Warum wurden einige Liquids mehrfach gemessen und haben unterschiedliche Ergebnisse? Wenn die Messmethode so unzuverlässige Ergebnisse zeigt, ist dann nicht das Ergebnis grundsätzlich in Frage gestellt? Gibt es eigentlich Regeln ab welcher Varianz Ergebnisse als Ergebnis zugelassen sind?
    Warum mißt man nicht einfach die Stoffe in den Liquids und untersucht parallel ob beim Verdampfungsvorgang solche Stoffe verändert werden (umgewandelt o.ä.)?
    1. Das Verdampfen und Auffangen scheint mir die Studie unnötig zu verkomplizieren (besonders weil es Liquids zu kaufen gibt , bei denen ausdrücklich Diacetyl als Inhaltsstoff angegeben ist).
    2. Wenn 1. dann hätte man auch einfach den Hersteller der Aromen nach der Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe fragen können, es sei denn der Verdampfungsprozess verändert die chemische Zusammensetzung. Aber das war leider nicht Inhalt der Studie.
    Ihr seht ich bin verwirrt…

    B) Rursus: Bezüglich des Vergleiches „Atemluft, Zigarettenrauch und Dampf“ habe ich eine Frage bei der Interpretation. Deine Aufstellung bezieht sich nur auf das Angebot von Diacetyl in der Luft etc. Müßte man aber nicht auf die Absorption der Lunge schauen. Mit anderen Worten wenn Diacetyl aus der Luft eingeatmet und komplett wieder abgegeben wird, bei Rauch und oder Dampf aber vielleicht ein Teil in der Lunge verbleibt dann kann man die Mengen so nicht vergleichen, oder?

    Gruß
    Jens

    • Hallo Kens!

      In der Studie geht es um den Dampf und nicht um die Belastung durch Passivdampf.

  20. Hallo

    Besten Dank für die wirklich gute Recherche!

    Liebe Grüsse
    http://www.youtube.com/user/SuchtpraeventionBE

  21. Wie gewohnt ein sachlicher Artikel deinerseits, aber beim Thema Zulassung von Lebensmittelaroma geht man primär nicht von Aromen aus, die vernebelt eingeatmet werden.

    Die Zulassung als Lebensmittelaroma ist per se kein definitiver Freibrief für eine gesundheitlich unbedenkliche Verwendung bei Inhalation von feinsten Tröpfchen.

    Gerade die hohen Konzentrierungen von Aromen, die z.B. im VG Liquid nötig sind, um einen entsprechenden Geschmack/Geruch zu erzeugen, sollten mal kritisch hinterfragt werden – besonders dann, wenn sie auf niederohmigen Wicklungen verdampft werden, da die in der Dampfsättigung enthaltenen Aromastoffe dort die maximal gesättigte Konzentration erreichen können.

    Wie positiv oder negativ die Chemie der Aromen sich auf die Lungen auswirkt, ist bis jetzt nur eine medizinisch interessante, aber gänzlich unbeantwortete Frage.

    Das „Volltröpfeln der Lunge mit Aromachemie“ sollte jeden Dampfer nachdenken lassen und nicht wie gewohnt mit dem Argument: „Jahrelang habe ich mir Tabak, etc Blabla reingezogen, da wird das wohl nicht schädlicher sein“ weg gewischt werden.

    • Vielen Dank für den Beitrag.

      Ich warte ja seit Jahren auf eine Antwort auf meine Frage, warum die für Lebensmittel zugelassenen Aromen auf magische Art Schädlich werden, sobald man sie einatmet?! Jedenfalls ist es genau dieses Argument, was ich immer wieder höre, wenn es darum geht die Aromen „schlecht zu reden“.

      Faustregel 1: Alles was in den Körper hineingelangt, wird von ihm verarbeitet (Egal ob eingeatmet oder geschluckt).
      Faustregel 2: Ob etwas Schädlich ist, hängt alleine von der Dosis ab.

      Ich gebe Dir Recht, dass man es mit den Aromen nicht übertreiben sollte – Gerade die (noch wenigen) Niederohmdampfer sollten hier besonderes Augenmerk auf geringe Aromadosierungen legen. Immerhin existieren gewisse Maximalmengen, die ein Körper schadlos verarbeiten kann. Dabei ist es völlig unerheblich ob diese verschluckt oder eingeatmet werden – Es kommt auch hier auf die Dosierung an (beim verschlucken kann halt etwas mehr, beim einatmen etwas weniger, schadlos verarbeitet werden).

  22. WOW guter Artikel. Danke!
    Michael

  23. Ich wollte mit meinem Beitrag daraufhin weisen, dass die Inhalation von Aromen in Tröpfchen beim aktueller Evidenz weder als ungefährlich, noch als gefährlich zu betrachten ist. Da steht einfach nur ein großes Fragezeichen, das emotionslos und mit Evidenz beantwortet werden sollte!

    Deine Faustregel 1 kann ich so nicht ganz akzeptieren, da sie nicht den Aufnahmeweg in den Körper, sprich Organismus berücksichtigt. Bei Faustregel 2 bestimmt gerade auch der Weg der Aufnahme die eventuelle Über- oder Unterdosierung.

    Beim Dampfen passieren vernebeltes Basisliquid mit/ohne Nikotin und Aromen primär die Mund-/Nasenschleimhaut und die Lunge.

    Bei der Mundschleimhaut kann eine Aufnahme von chemischen Substanzen zu einem schnellen Wirkungseintritt führen. Bekannt hier ist z.B. das Nitrospray zur „Gefäßentspannung“. Stoffe, die über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, passieren nicht die Leberschranke!

    Die Nasenschleimhaut spielt aufgrund ihrer zwar gut durchbluteten, aber zu kleinen Fläche kaum eine Rolle.

    Die Lunge absorbiert verschiedenste Stoffe gut, da sie kaum abbauende Enyzme besitzt. Bekannt hierfür sind z.B. der Saunaaufguß genauso wie Inhalationsnakotika.

    Was ich hiermit verdeutlichen möchte ist, das je nach Aufnahmeweg chemische Substanzen unterschiedlich aufgenommen werden, dabei mal gefiltert(Leber), mal verarbeitet(Enyzyme), mal unverarbeitet(Lunge) in unterschiedlichen Konzentration und Zeit in die Blutbahn eintreten.

    Durch diesen unterschiedlichen Wege könnte eine chemische Substanz wie Lebenmittelaroma bei gleicher Menge(!), das z.B. in einen Kuchenteig eingebracht und dann verbacken über den Magen/Darmtrakt absorbiert wird, eine ganz andere Dosierung besitzen als ein gleiches Aroma das vernebelt über die Alveolen direkt in die Blutbahn gelangt.

    Vielleicht verdeutlicht dir diese Betrachtung der Aufnahme, Verteilung und Verstoffwechelung von Aromen, warum ich deine Faustregel 1 so nicht akzeptieren möchte und warum ich selbst als Dampfer chemisch erzeugten Aromen gegenüber kritisch eingestellt bin.

    • Alles was Du geschrieben hast, widerspricht nicht meinen Faustregeln 😉

      Davon mal ab ist es völlig egal ob ein Stoff bzw. eine Stoffzusammensetzung künstlich oder natürlich erzeugt wurde: Beide sind in ihrer Wirkung auf den Körper identisch.

      Ansonsten ist alles gut – Wir meinen beide das gleiche (ruhig noch mal lesen).

    • Und bitte was davon widerspricht „Alles was in den Körper gelangt, wird von diesem verarbeitet“? 🙂

  24. Bist du wirklich davon überzeugt, dass jeder menschliche Körper chemisch gleich reagiert und vorhersehbar funktioniert?

    Nichts gegen deine chemischen Abhandlungen, deren logische Ableitungen nachvollziehbar sind, die trotzdem aber keine Konklusion von biochemischen Prozessen des menschlichen Organismus darstellen.

    • Wo habe ich denn geschrieben, dass jeder Körper gleich reagiert und funktioniert?

      Ich habe geschrieben, dass jeder Körper das verarbeitet, was ihm verabreicht wird und dass eine etwaige Schädlichkeit Dosisabhängig ist.

      Und das ist so!

  25. Bernadette Luetgel
    18. Dezember 2015 - 17:26

    Danke, Rursus, für deinen ausführlichen und gut verständlichen Artikel.

    Ralph ist offensichtlich ein Foren-Troll. Wieso?

    Wenn bewiesen wäre, jetzt nur mal rein theoretisch, dass durch die verschiedenartige „Verstoffwechslung“ des Aromas jenes Aroma einer einzigen E-Zigarette zehnmal gefährlicher sei als das Aroma eines Stücks Kuchen, bedeute dies nun, dass, abgesehen vom Zucker, den Kalorien usw., der Verzehr von elf Stück Kuchen nacheinander gefährlich ist? Wie würde eine Kuchenregulierung EU-weit aussehen?

    Oder anders ausgedrückt: Wenn das Aroma einer einzigen E-Zigarette 900 Mal niedriger als das einer Tabakzigarette ist, wären dann „aromentechnisch betrachtet“ 899 E-Zigaretten nacheinander gedampft immer noch nicht so gefährlich wie eine einzige Tabakzigarette?

    Forentrolle spielen mit solchen Dingen und erfreuen sich am stetigen Wachstum der Gereiztheit ihrer Zeitgenossen.

  26. @Bernadette:
    Als Mediziner darf ich dir sagen, dass Ralph kein Forentroll ist. Seine Aussagen sind stichhaltig und korrekt. Nichts gegen Jens (Rursus), aber seine Argumentation ist in diesem Fall sehr schwammig und aus Medizinersicht eher laienhaft, wofür ich ihm auch keinen Vorwurf machen möchte. Man muss auch mit Kritik umgehen können.

    Ich hoffe, dass dieser ewige Vergleich zwischen Dampfen und Nahrungsmitteln bald sein Ende findet. Lebensmittelaromen werden nicht auf Lungenverträglichkeit getestet. Während Zimt herrlich schön im Kuchen schmeckt, hat es bei der Inhalation verheerende bis lethale Auswirkungen. Und wer eine Flasche Wodka trinken kann, sollte sich die gleiche Menge rektal über die Darmschleimhaut zu Gemüte führen. Vielleicht beseitigt dies endlich alle Zweifel, dass ein und der selbe Wirkstoff je nach Art und Weise verschiedene Auswirkungen haben kann. Macht keiner? Erst letzte Woche habe ich einer Patientin ein Stück Alumniumfolie aus dem Rektrum entfernen dürfen, auf dem der Namen einer ostdeutschen Sektkellerei stand. Die Dame wurde zwei Tage vorher mit einer Alkoholvergiftung eingeliefert und klagte über blutigen Stuhlgang.

    • Aber das habe ich doch gar nicht bezweifelt oder gar in Abrede gestellt. Ich habe doch lediglich geschrieben, dass alles was in den Körper gelangt, von diesem auch verarbeitet wird.
      Weder habe ich behauptet, dass jeder Körper gleich vorhersehbar reagiert noch, dass unterschiedliche Aufnahmewege nicht unterschiedliche Auswirkungen haben.

      Wie ich bereits geschrieben habe, meinen Ralph und ich das gleiche 😉

      Davon mal ab, wird dieser „ewige Vergleich zwischen Dampfen und Nahrungsmitteln“ sicherlich bald sein Ende finden: Die Bundesregierung arbeitet zur Zeit an einem Gesetzentwurf, der alle Aromen in E-Zigaretten verbieten wird (außer Tabakaromen).

      Natürlich ist es so, dass man unterschiedliche Dosierungen anlegen muss, wenn es um die Aufnahmewege geht. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ein Stoff bzw. Stoffzusammensetzung automatisch giftig wird, wenn ich ihn einatme anstelle ihn zu schlucken: Auch hier kommt es wieder einmal auf die Dosis an!

  27. Ich habe gerade Philgoods Video zum Thema gesehen. Ich bin schockiert wie die Industrie ganz gezielt Ängste schürt. Am 22.12.2015 habe ich auch einen Bericht gelesen wonach in einer italienischen Studien mit Mäusen die Asuwirkungen von Nicotin von Zigaretten und E-Zigaretten getestet wurden. Dei Mäusegruppe mit dem eLiquid soll danach verhaltensaufällig gewesen sein. Leider werden viele Fakten einfach nicht genannt. Hier der Link zu dem Bericht http://www.XXXXXXXXXX.XXX/XXXXXX/20151222001

    • Industrie? Welche Industrie schürt da Ängste?

      Was den dargebotenen Link angeht: Den habe ich mal fix indiziert – Muss ja nicht sein, dass die mit solch falschen Müll (sprich: Lügen!) auch noch Umsatz machen.

      Die Studie spricht da übrigens von völlig anderen Sachverhalten:

      Ponzoni L, Moretti M, Sala M, et al.: Different physiological and behavioural effects of e-cigarette vapour and cigarette smoke in mice

      Zitat: „Increased anxiety-like behaviour in comparison with controls (airgroup) was found during spontaneous WDW [withdrawal] in both treatment groups (fewer entries and shorter times in the open arms) but the effect was significantly greater in the mice exposed to cigarette smoke.“

  28. Super Kommentar wissenschaftlich belegt und zerlegt , totinterresant! Danke an den Verfasser sowas nenne ich Aufklärung durch Fakten nicht Panikmache durch solche Affen von Stern und Co..

  29. Die Beiträge von Ralph und Marcel W. hören sich völlig logisch an, nicht nett da von Foren Troll zu sprechen. Bin auch seit 3 Wochen glücklicher Dampfer (vorher 35 Jahre 30-40 starke Pyros) und finde Rursus Engagement super. Denke aber auch das, dass Inhalieren von verdampften PG, VG und unterschiedlicher Aromen etwas anderes ist als wenn ich mir irgendeine Kosmetik mit solchen Inhaltsstoffen auf das Gesicht schmiere oder irgendwelche Lebensmittel mit solchen Inhaltsstoffen konsumiere. Die entscheidende Frage dürfte sein, welche Dosis dieser Stoffe führe ich beim Dampfen meinem Körper zu und ist das mehr als meine Lunge/Körper mittel- und langfristig ohne Folgeschäden verkraften können. Elf Stücke Kuchen werde ich nicht hintereinander essen und 50 Kg Glycerin Creme schmiere ich mir auch nicht auf die Fresse. Auch werde ich kein Kilo Kochsalz wegexen. Aber Dampfen werde ich vermutlich weiter nachdem ich nun feststellen musste das 35 Jahre Giftstoffaufnahme durch Rauchen nicht spurlos an mir vorbei gegangen sind und ich mit Dampfen davon loskommen kann. Die Auswirkungen von Nikotin sind ja weitestgehend geklärt bei Teer, Blausäure, Kohlenmonoxid usw. dürfte inzwischen auch klar sein das es nicht das gesündeste ist. Die Diacethyl Storie ist natürlich lächerlich aber ehrlich gesagt finde ich die Frage – wie gefährlich/gesundheitsschädlich sind die Konzentrationen beim Inhalieren des E-Zigaretten Dampfes – durchaus berechtigt. Sie als ungefährlich darzustellen nur weil sie in Lebensmittel oder Kosmetika enthalten wäre wohl falsch. Temperatur und Aufnahmewege können neben der Dosis schon einen erheblichen Einfluss haben. Eine gleiche Dosis kann beim Verschlucken ja auch völlig andere Auswirkungen haben als wenn ich sie dermal aufnehme. Gibt es denn überhaupt schon verlässliche Aussagen wie sich die Inhaltsstoffe der Liquids beim Inhalieren auswirken, ab welchen Konzentrationen und welchen Ohmstärken es z.B bei Aromen kritisch werden könnte. Ist VG und PG dagegen inhaliert völlig unkritisch oder ab wie viel ml wird es unlustig? Finde es schade das dieses Thema nicht weiter diskutiert wurde.

  30. Hundespielzeug
    9. Mai 2016 - 19:48

    Ich steige jetzt auch um, ein freund verkauft mir günstig seinen Akkuträger und ich Bestelle mir grade einen Verdampfer. Sehr schöner Text, ist für mich der ausschlaggebene Tropfen mir eine E zise zu kaufen.

  31. Was ist deine Quelle für den Diacetylgehalt von Zigaretten (~ 8.660 µg/Tag)?

    Ich habe das gefunden:
    „Fourteen commercial cigarette brands and one reference cigarette released 301–433 μg of diacetyl per cigarette.“ (2006er Studie, Link: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4137810/#b10; refunden via Reddit-Thread, https://www.reddit.com/r/electronic_cigarette/comments/3w8zqk/some_of_the_hard_science_on_popcorn_lung_and/)

    Wenn man das mal 20 nimmt kommt es hin.

    Forscher sind keine Politiker, wegen des fehlenden Vergleichs mit Zigaretten solltet ihr euch bei den Journalisten beschweren. Interessant ist an der Harvard-Studie noch, dass zwei Anbieter ausdrücklich Diacetyl-freie Liquids anbieten, die aber trotzdem welches anthalten. Namen werden leider nicht genannt, es kann durchaus um die geringsten Mengen gehen.

    • Die Quelle ist doch (wie immer) angegeben?

      „Der Rauch einer Tabakzigarette enthält ca. 301 bis 433 µg Diacetyl. (K Fujioka et al.: „Determination of toxic carbonyl compounds in cigarette smoke.“, Feb 2006)
      Auf eine Schachtel mit 20 Zigaretten hochgerechnet, nimmt ein Durchschnittlicher Raucher am Tag ca. 6.020 bis 8.660 µg Diacetyl auf.“

      Zu „Forscher sind keine Politiker“: Die Forscher, die in ihren Studien Sinnleere Behauptungen aufstellen und Regulierungen fordern?

  32. Das Gerücht hält sich weiter hartnäckig.

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