Neue Studie: E-Zigarette ist kein Einstiegsprodukt!

Obwohl die Behauptung in der Vergangenheit immer wieder wie die sprichwörtliche „Sau durchs Dorf getrieben“ wurde, gab es bisher nicht einen Beweis dafür, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt (Gateway) in den Tabakkonsum sein könnten.

Heute wurde eine Studie veröffentlicht, die nicht nur einen weiteren Beweis dafür liefert, dass E-Zigaretten kein Einstiegsprodukt sind, sondern vielmehr einen klaren Beweis dafür, dass E-Zigaretten ein Ausstiegsprodukt sind:

„Meier EM, Tackett AP, Miller MB, Grant DM, Wagener TL. Which nicotine products are gateways to regular use? First-tried tobacco and current use in college students. American Journal of Preventive Medicine 2015; 48(S1):S86-S93.“

Die Besonderheit an dieser Studie: Zum ersten mal wurden Jugendliche befragt, welches Nicotinhaltige Produkt (Tabakzigarette, Rauchlosen Oraltabak, E-Zigaretten, Wasserpfeifen oder Nikotinersatzprodukte wie z.B. Nikotinkaugummi) sie zum ersten mal ausprobiert haben und welches dieser Produkte sie heute noch nutzen.

Anhand dieser Daten kann festgestellt werden, wie viele Jugendliche zuerst eine E-Zigarette ausprobiert haben und ggf. heute Raucher sind – Also: Ob E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt sind!

Fakten aus der Studie

Von den 1304 befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen

  • hatten fast die Hälfte (49,4 Prozent) ein Nicotinhaltiges Produkt ausprobiert.
  • hatten insgesamt 4,5 Prozent (59 Personen) als erstes Nicotinprodukt eine E-Zigarette ausprobiert.
  • waren lediglich 3, die als erstes Nicotinprodukt eine E-Zigarette ausprobiert haben und heute Tabakraucher sind (zwei Gelegenheitsraucher und ein Raucher).
  • Von den 59 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die als erstes Produkt eine E-Zigarette ausprobiert hatte, benutzen lediglich zwei heute noch gelegentlich (nicht täglich!) die E-Zigarette – jedoch kein anderes Nicotinhaltiges Produkt.

Bemerkenswert ist, dass lediglich eine Person die als erstes Nicotinprodukt eine E-Zigarette ausprobiert hatte, heute ein Raucher ist – Das sind 1,7 Prozent. Diese 1,7 Prozent verglichen mit den 10 Prozent und 21 Prozent der Raucher, welche ihre ersten Erfahrungen mit Tabakzigaretten bzw. Rauchlosen Oraltabak gemacht haben, widerlegen die Behauptung, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt sein können.

Mehr noch: Die Gesamtresultate legen nahe, dass das Suchtpotenzial von E-Zigaretten ziemlich niedrig ist.

Wenn man alle bisher veröffentlichten Studien und Statistiken betrachtet, dann ist die „Gateway-Theorie“ letztendlich ZERMALMT!

Bisher haben alle veröffentlichten Studien um das Thema „E-Zigarette“ den Mythos „Einstiegsprodukt“ nicht verhärten können, die Ergebnisse deuteten vielmehr darauf hin, dass Tabakrauchende Jugendliche die E-Zigarette als Ausstiegsprodukt und/oder als weniger schädliche Alternative zum Tabakkonsum nutzen.

Immer wieder wurden Studien herangezogen und aus an sich positiven Daten, negative Aussagen konstruiert. Ein paar der Studien habe ich hier im laufe der letzten zwei Jahre näher betrachtet:

Hinzu kommen Daten aus der „realen Welt“: So ist z.B. in den USA von 2011 bis 2014 die Anzahl derer die „mal eine E-Zigarette ausprobiert haben“ gestiegen. Während gleichzeitig die Anzahl der Tabakraucher unter den Jugendlichen im gleichen Zeitraum dramatisch auf ein Rekordtief gesunken ist.1 Wenn die E-Zigarette ein Einstiegsprodukt in den Tabakkonsum wäre, dann hätten hier die Raucherzahlen steigen und nicht sinken müssen!

Wer nach diesen vielen reputablen Ergebnissen noch behauptet, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt in den Tabakkonsum sind, der lügt entweder schamlos oder hat einfach keine Ahnung und sollte besser ruhig sein.

Was werden Frau Pötschke-Langer und Herr Glantz wohl in Zukunft von sich geben?

Fragend

Rursus


  1. Daten zu Monitoring the Future, 2014 

Comments

  1. ausgezeichnet!!!

  2. Ein Gegner, ist ein Gegner, ist ein Gegner.

    Du hast Studien hervorragend analysiert. Was anderes hätte ich auch nicht erwartet. 😉 Ich glaube auch, dass die Gegner des Dampfens ebenfalls über diese analytischen Fähigkeiten verfügen. Sie werden jedoch weiterhin an dieser „nicht haltbaren“ Argumentation, über die Folgen der Nutzung von E-Zigaretten, festhalten. Was bleibt ihnen anderes übrig? Denn nach wie vor sind es unsere Gegner und wissen, dass der nicht informierte Michel (Bürgen und Politik) ihrer Argumentation folgen wird.

    Dennoch danke für Deinen Einsatz. Ich werde Deine Beiträge weiter teilen, damit mehr Menschen über die Vorurteile des Dampfens aufgeklärt werden.

    Dir und deiner Familie frohe Festtage.

    Mit rauchfreiem Gruß
    Jens

  3. Klasse analysiert. Aber ich denke da ähnlich wie Jens. Pötschke-Langer & Co werden auf ihrem toten Pferd namens „Einstiegsdroge“ hocken bleiben und es weiter zu reiten versuchen, selbst wenn dessen Verwesungsgeruch schon für den Rest der Welt unerträglich geworden ist. Solche argumentations- und faktenresistente Marionetten bleiben auch in Zukunft unbelehrbar. Sie müssen es sogar, denn die eigentlichen Strippenzieher unserer Gegnerschaft bleiben schön im Hintergrund. Mit ihren milliardenschweren und prallgefüllten Kriegskassen spinnen diese so lange weiter an ihrem Netz aus Unwahrheiten und manipulativer Meinungsmache, bis sie endlich ihr Ziel erreicht haben. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Uns Dampfern bleiben Gott-sei-Dank immer noch unser gesunder Menschenverstand, die unabhängigen Gerichte und der zivile Ungehorsam.

    Dampfende Grüße, ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Rusch ins neue Jahr,
    Peter

    • Nein – Das Thema „Einstiegsdroge“ ist demnächst kein Thema mehr. Kann kein Thema mehr sein!

      Wenn „sie“ es dennoch reiten, dieses tote Pferd – Dann könnte ggf. jemand auf die Idee kommen mal nachzuschauen, ob es da nicht noch andere Themen gibt… Andere Themen, bei denen evtl. auch „nicht ganz die Wahrheit gesagt“ wurde.

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