Was die EZigarette nicht ist – Teil 3: Funktionsarzneimittel?

In den letzten Wochen und Monaten wurde immer wieder die Frage auf den Tisch geworfen, in welche Produktkartegorie die EZigarette eigentlich gehört. Diese Frage versuche ich in einer mehrteiligen Serie zu beantworten, indem ich “das Pferd von hinten aufzäume” und erkläre, was die EZigarette nicht ist.

Nachdem ich in Teil 1 geklärt habe, warum die EZigarette keine Tabakzigarette bzw. nicht ein den “Tabakwaren gleichgestelltes Erzeugnis” ist, und in Teil 2 das Präsentationsarzneimittel unter die Lupe genommen wurde, kommen wir heute zu der Frage:

 

Ist die EZigarette ein Funktionsarzneimittel?

Entwarnung für: Metalle in EZigarettendampf gefunden

Entwarnung:

Vielleicht hat der eine oder andere den Artikel vom 01. April 2013 gelesen, in dem es um eine Studie ging in der „Spuren von Metallen im EZigarettendampf“ gefunden worden sind. In dem Artikel wurden schon einige Vergleiche zu gefundenen Metallspuren in Nikotininhalatoren gezogen und teilweise die unfaire und einseitige Präsentation der Studienergebnisse dargestellt:

Scaremongering: Metalle in EZigarettendampf gefunden

 

Was die EZigarette nicht ist – Teil 2: Präsentationsarzneimittel?

In den letzten Wochen und Monaten wurde immer wieder die Frage auf den Tisch geworfen, in welche Produktkartegorie die EZigarette eigentlich gehört. Diese Frage versuche ich in einer mehrteiligen Serie zu beantworten, indem ich “das Pferd von hinten aufzäume” und erkläre, was die EZigarette nicht ist.

Nachdem ich in Teil 1 geklärt habe, warum die EZigarette keine Tabakzigarette bzw. nicht ein den „Tabakwaren gleichgestelltes Erzeugnis“ ist, kommen wir heute zu der Frage:

Ist die EZigarette ein Präsentationsarzneimittel?

Was genau ein Präsentationsarzneimittel ist, wird in dem  Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel oder auch  Richtlinie 2001/83/EG geklärt. Genauer gesagt, ist in dem Abschnitt „Begriffsbestimmungen“ auf Seite 5 der verlinkten Richtlinie zu lesen:

Was die EZigarette nicht ist – Teil 1: Zigarette?

In den letzten Wochen und Monaten wurde immer wieder die Frage auf den Tisch geworfen, in welche Produktkartegorie die EZigarette eigentlich gehört. Diese Frage versuche ich in einer mehrteiligen Serie zu beantworten, indem ich „das Pferd von hinten aufzäume“ und erkläre, was die EZigarette nicht ist.

Teil 1: Ist die EZigarette eine Zigarette?

Gestolpert bin ich über die Antwort bei einer Recherche über „Nikotinersatzpräparate“ in der deutschen Wikipedia, genauer gesagt bei dem Artikel „Kräuterette„. „Kräuteretten“ oder auch „Kräuterzigaretten“ werden teilweise bei der Rauchentwöhnung eingesetzt und sind Zigaretten ohne Tabak und Nikotin. In dem Wikipediaartikel steht:

Scaremongering: Metalle in EZigarettendampf gefunden

Update 03.04.2013: Entwarnung für: Metalle in EZigarettendampf gefunden

Originalmeldung:

Vielleicht hat der eine oder andere schon von der Studie gehört oder gelesen, welche im Onlinejournal PLoS ONE veröffentlicht wurde. [1] In dem Artikel wird darüber berichtet, dass „Spuren von Metallen“ im Dampf einer EZigarettenmarke gefunden wurde.

(Williams M, Villarreal A, Bozhilov K, Lin S, Talbot P. Metal and silicate particles including nanoparticles are present in electronic cigarette cartomizer fluid and aerosol. PLos ONE 2013; 8(3): e57987.)

In der Studie steht:

Entwöhnung führt zum Verbot der EZigarette

Normalerweise sind meine Artikel lang und erklärend – Diesmal wird es kurz und knapp:

„Was führt zum Verbot der EZigarette“ und „Eine Politikerin setzt sich ins „rechte Licht“.

 

1. Was führt zum Verbot der EZigarette.

Es sieht ganz so aus, als ob die „Gegner der EZigarette“ die EZigarettenkonsumeten (Dampfer) wieder einmal bei den guten Absichten zu packen versuchen: Beim Entwöhnen.

Viele ehemalige Raucher sind froh darüber eine weniger schädliche Alternative gefunden zu haben, wie man Nikotin konsumieren kann ohne sich zu schaden. Und genau dieser „Wechsel“ wird jetzt wieder einmal herangezogen um ihnen ein Bein zu stellen:

Nikotin – Wirklich so schlecht wie sein Ruf?

Die Wirkung von Nikotin auf den menschlichen Körper ist bestens erforscht. Nachdem das Nikotin in den Körper gelangt ist, wird es schnell durch den Blutkreislauf verteilt und gelangt innerhalb kurzer Zeit über die Blut-Hirn-Schranke in das Gehirn. [1] Im Gehirn beeinflusst Nikotin das „positive Belohnungssystem“ indem es an bestimmten Rezeptoren andockt – Die Wirkung auf die sog. „nicotinischen Acetylcholinrezeptoren“ ist allerdings „reversibel“, also so geartet, dass der frühere Zustand nach einiger Zeit wieder hergestellt wird.

Die neue Tabakrichtlinie: Jeder kann etwas verändern

Hinweis vom 09.05.2014: Aktuelle Informationen zur veröffentlichten neuen Tabakrichtlinie und den Artikel 20 (E-Zigaretten) finden Sie hier: KLICK

 

Ursprünglicher Artikel:

Mittlerweile wurde viel von der Dampfercommunity erreicht – Die Menschen wurden gehört! In den öffentlichen EU-Sitzungen vernimmt man immer öfter ein kritisches und damit positives Wort zum Thema „EZigarette“.

Jedoch sind die öffentlichen Sitzungen vorerst vorbei: Jetzt gehen die Beratungen im Hintergrund los – Mehr denn je ist es wichtig, dass die EU-Abgeordneten erfahren, wie die Wähler, das Volk, die MENSCHEN in der EU – zu dem Thema „Tabakrichtlinie“ stehen. Und zwar: JETZT!!!

Spiele mit dem Kopf: Gedanken verknüpfen!

Das ist ein einfaches und unterhaltsames Spiel für die ganze Familie! Hier ist eins, dass ich vor kurzem gespielt habe:

Seit ein paar Wochen sind die Regale in den Geschäften gefüllt mit Osterleckereien und ab und zu nehme ich die eine oder andere Tüte mit zur Arbeit. Gestern war es wieder so weit und ich wollte meinen (ERWACHSENEN!) Studenten eine Freude machen. Sobald jemand eine Frage richtig beantwortet hatte, würde dies mit einem Griff in die Süssigkeitentüte belohnt werden ( Ja! Das klappt nicht nur bei Kindern! ).

Dank der EZigarette wurden 2012 sechs Prozent weniger Tabakzigaretten verkauft!

Zumindest sollte man diese Überschrift zur Zeit in den Medien lesen können – Jedoch werden die sechs Prozent weniger verkaufte Tabakzigaretten von offizieller Seite anders begründet:

So sah z.B. Spiegel Online den Rückgang bei den Zigarettenverkäufen in Verbindung mit der erhöhten Tabaksteuer und frohlockt, dass „die jahrelange Anti-Tabak-Politik in Deutschland offenbar Wirkung zeigt“. [1]

Das ist ein schier unglaublicher Fortschritt für die öffentliche Gesundheit und sehr bemerkenswert! Den Rückgang als Erfolg für die Tabakpolitik der Bundesregierung und damit alleine auf die Tabaksteuererhöhung zu schieben, ist mir allerdings „zu glatt“ argumentiert.