Zukünftige Halb- und Unwahrheiten zur E-Zigarette

In den nächsten Wochen und Monaten werden unsere Medien die Bevölkerung in Deutschland mit dem einen oder anderen Artikel zum Thema E-Zigarette beglücken.

Ich möchte schon heute, die schönsten Halb- und Unwahrheiten zum besten geben, die wir demnächst hören und sehen werden:

Platz 10: Von Nikotin bekommt man Durchblutungsstörungen und ein Raucherbein!
Platz 9: Nikotin macht sehr schnell abhängig!
Platz 8: Die Mehrzahl aller Raucher hört ohne pharmakologische oder sonstige Hilfe auf zu rauchen!
Platz 7: Beim Aufbringen von Nikotinflüssigkeit auf die Haut kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, weil die Haut das Nikotin sehr schnell aufnimmt!
Platz 6: E-Zigaretten sind ein Inhalationsprodukt für Chemikalien!
Platz 5: Laut BfR kann Propylenglykol die Nasen- und Rachenschleimhaut reizen!
Platz 4: E-Zigaretten sind schlecht für die Gesundheit!
Platz 3: E-Zigaretten sind ein Einstiegsprodukt für Tabakzigaretten!
Platz 2: E-Zigaretten normalisieren das Rauchen!
Platz 1: E-Zigaretten unterwandern die Nichtraucherschutzgesetze!

 

Platz 10: Von Nikotin bekommt man Durchblutungsstörungen und ein Raucherbein!

Wenn sie dieses Argument in einem Artikel lesen oder im Fernsehen zu hören bekommen, dann wissen sie ab dem Augenblick eins: Der Autor hat nicht einen Blick in die Fachliteratur geworfen, sondern wiederholt nur das was er selbst in den Medien gehört oder gelesen hat. Die simple Wahrheit an diesem Argument: Es ist eine Lüge!

Um dieses Argument zu falsifizieren, brauche ich noch nicht einmal lange im Internet zu suchen, sondern zitiere einfach eine Quelle, die seit langem im Bereich „Tabak“ und „Öffentliche Gesundheit“ als Expertin gilt: Die Leiterin des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle im DKFZ und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes Frau Dr. Pötschke-Langer.

In ihrer Veröffentlichung „Fakten zum Rauchen – Nikotin“ steht auf auf Seite 2:

Die schweren, oftmals tödlich endenden gesundheitlichen Schäden, die Rauchen verursachen kann, wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) entstehen nicht durch Nikotin (bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt es lediglich eine untergeordnete Rolle), sondern durch die Vielzahl der giftigen und krebserzeugenden Substanzen im Tabakrauch.

Durchblutungsstörungen und damit z.B. ein Raucherbein, bekommt man vom Nikotin sicher nicht – Da spielen andere Faktoren eine gewichtigere Rolle!

 

Platz 9: Nikotin macht sehr schnell abhängig!

Dieses Argument ist nicht nur eine stark vereinfachte Darstellung eines kompliziertes Sachverhalts – Es ist auch falsch! Oder hat schon einmal jemand davon gehört, dass Nikotinpflaster abhängig machen?

Die Medien reden von „Nikotin“, obwohl sie „Tabak“ meinen. Der Grund für diese (falsche) Gleichsetzung: Eine Abhängigkeit wird beinahe ausnahmslos im Zusammenhang mit Tabak und Tabakrauch untersucht. „Nikotinkonsum ohne Tabak“ ist so gut wie unbekannt.

So findet man über die wissenschaftlichen Datenbank Scopus über 7200 Studien die sich mit diesem Themengebiet beschäftigen – jedoch nur ein Bruchteil davon, behandelt das Thema “Suchtwirkung von Nikotin ohne Tabak”.

Wissenschaftlicher Fakt: Nikotin ist mitverantwortlich für die Abhängigkeit von Tabakerzeugnissen und hat in Verbindung mit anderen Stoffen im Tabakrauch, ein extrem hohes Abhängigkeitspotenzial und kann sehr schnell zu einem abhängigen Verhalten führen. Allerdings müssen dafür bestimmte Stoffe und Stoffzusammensetzungen aus dem Tabakrauch, wie MAO-Hemmer und Acetaldehyd, enthalten sein – Ohne diese Stoffe, ist das Suchtpotenzial von Nikotin bei weitem nicht so hoch wie oft durch die Medien dargestellt.

Der von der Europäischen Kommission eingesetzte Wissenschaftliche Ausschuss „SCENIHR schreibt dazu:
Vergleiche von Tierstudien und Studien über menschlichen Drogenkonsum zeigen auf, dass pures Nikotin nur wenig Suchtpotenzial, Tabakzigarettenrauch jedoch ein sehr hohes Suchtpotenzial aufweist.“

Das hat z.B. auch der von der WHO ausgezeichnete, weltberühmte Nikotinforscher und Erfinder des gleichnamigen Tests, Prof. Dr. Fagerström, erkannt und seinen Test „Fagerström Test für Nicotinabhängigkeit“ unlängst umbenannt inFagerströmtest für Zigarettenabhängigkeit“.

Ein weiteres, in diesem Zusammenhang gerne genutztes, Argument ist: „Da das Nikotin inhaliert wird, gelangt es sehr schnell in das Hirn und löst so die Sucht aus“. Das seltsame an dieser Behauptung: Sie stimmt nur, wenn das Nikotin über eine Tabakzigarette aufgenommen wird. Und selbst dann nur bedingt: Studien zeigen auf, dass die Nikotinplasmakonzentrationen, im Blut eines Rauchers, über den Tag weitgehend konstant ist. Für die Behauptung „unterschiedliche Aufnahmegeschwindigkeiten haben auch ein unterschiedliches Suchtpozenzial zur Folge“ gibt es keine schlüssigen Studien, sondern eher Zweifel aus der wissenschaftlichen Welt.

Wissenschaftlicher Fakt: Erste Studien zeigen auf, das die Anflutung mit Nikotin über handelsübliche E-Zigaretten langsamer als bei Tabakzigaretten ist. Vergleiche mit Tabakzigaretten,  E-Zigaretten oder die Arzneimittel Nikotinpflaster und Nikotinkaugummi lieferten ähnliche Ergebnisse.

Siehe: Nikotinresorption von Tabakzigaretten und E-Zigaretten

Zusammenfassend: Die Suchtwirkung des Nikotins hängt davon ab, mit welchen anderen Stoffen kombiniert es aufgenommen wird. In dieser Hinsicht ist die E-Zigarette eher dem Nikotinpflaster und dem Nikotinspray vergleichbar, die keine nachgewiesene Suchtwirkung haben!

Platz 8: Die Mehrzahl aller Raucher hört ohne pharmakologische oder sonstige Hilfe auf zu rauchen!

Diese Behauptung wird in den nächsten Wochen und Monaten verstärkt zu lesen sein, wenn es zum Thema „E-Zigarette“ kommt. Das Problem dabei: Das ist eine handfest Lüge!

Wissenschaftlicher Fakt: Die Rückfallwahrscheinlichkeit bei Rauchern, die ohne Hilfsmittel mit dem Tabakkonsum aufhören, liegt bei 97 % innerhalb von sechs Monaten nach dem Rauchstopp. Bis 2012 ist man davon ausgegangen, dass Nikotinersatzpräparate bei korrekter Dosierung und weiterer fachlicher Anleitung die Erfolgschancen um drei Prozent steigern können (die Rückfallwahrscheinlichkeit also auf 94% sinken würde).[1]
Eine 2012 veröffentlichte Studie besagt jedoch, dass die Rückfallrate bei denen, die Nikotinersatzpräparate zum Aufhören verwendet haben, genau so hoch war wie bei denen, die ohne Hilfsmittel aufgehört haben. [2]
Dies wird 2013 durch eine weitere Studie untermauert. In dieser Studie wurden insgesamt 10.335 Erwachsene beobachtet. Das Ergebnis war niederschmetternd für die Pharmaindustrie: „Raucher, welche ohne (zusätzliche) Verhaltensunterstützung rezeptfreie Nikotinersatzpräparate kaufen, haben ähnliche Chancen auf Erfolg mit dem Rauchen aufzuhören, wie diejenigen welche ohne jedwede Hilfen aufgehört haben.“[3]

Zusammenfassend: Je nach Studie, schaffen es, nach einem Rauchstopp, Durchschnittlich drei bis fünf Prozent, nach 12 Monaten noch Nichtraucher zu sein – Egal ob mit oder ohne pharmakologische Hilfe wie z.B. Nikotinkaugummi oder Nikotinpflaster. Aufhörquoten von über fünf Prozent mit der Hilfe von z.B. Nikotinkaugummi, findet man in der Regel nur in Studien, welche durch die Pharmaindustrie finanziert wurden.

 

Platz 7: Beim Aufbringen von Nikotinflüssigkeit auf die Haut kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, weil die Haut das Nikotin sehr schnell aufnimmt!

Jeder, der diese Behauptung unreflektiert übernimmt und verbreitet, erzählt seinen Kindern wahrscheinlich auch, dass unter dem Bett und im Schrank Monster hausen. Die Mär, dass durch Hautkontakt mit handelsüblichen E-Zigarettenliquids irgendwelche Vergiftungserscheinungen aufkommen können, ist nichts anderes als Angstmacherei!
Wissenschaftlicher Fakt: Prof. Dr. Neal L. Benowitz berichtete bereits 1987, dass die Haut eine Depotfunktion hat, sodass die Nikotinaufnahme über die Haut sehr langsam erfolgt. [4]
Die Depotwirkung der Haut verzögert die Aufnahme von Nikotin derart, dass selbst bei einem rezeptfreien, hochdosierten Nikotinpflaster (immerhin bis zu 52,5 mg Nikotin pro Pflaster!) erst nach einer Stunde Nikotin im Blutkreislauf messbar ist – Danach wird Nikotin mit ca. 5mg pro Stunde von Kreislauf aufgenommen (dies ist vergleichbar mit drei Zigaretten pro Stunde). [5]

Reines Nicotin (100 %) wird extrem langsam aufgenommen. Wenn man auf 10 cm² Haut reines Nikotin aufbringt, nimmt man ca. 0.8 mg pro Stunde auf, das entspricht etwa dem Rauchen einer halben Zigarette.

Wenn man also nicht gerade ein stundenlanges Vollbad in E-Zigarettenliquid nimmt, kann eigentlich nichts passieren. Sollte beim befüllen eines Verdampfers wirklich mal ein paar Tropfen (oder auch mehrere Tropfen) auf die Hand gelangen: Einfach ruhig den Verdampfer zuschrauben, Liquid mit einem Tuch abwischen und danach, um sich richtig sicher zu fühlen, Händewaschen.

 

Platz 6: E-Zigaretten sind ein Inhalationsprodukt für Chemikalien!

Hinzu kommt in der Regel noch das Argument „Man weiß ja gar nicht was da alles drin ist“. Das ist natürlich blanker Unsinn! Wir wissen heute mehr über die Inhaltsstoffe der E-Zigaretten, als über die Inhaltsstoffe anderer Genussmittel.

Oder anders: Würden Sie eine Tasse oder Becher mit den folgenden krebserzeugenden Stoffen trinken?

  • Benzo(a)pyren,
  • Benzaldehyd,
  • Benzol,
  • Benzofuran,
  • 3,4-Dihydroxyzimtsäure,
  • Brenzcatechin,
  • 1,2,5,6-Dibenz(a)anthracen,
  • Ethylbenzol,
  • Furan,
  • Furfural,
  • Wasserstoffperoxid,
  • Hydrochinon und 4-
  • Methylcatechol

Wer jetzt denkt „Natürlich nicht!“ Nun: Diese Stoffe sind in jeder Tasse Kaffee (in sehr kleinen Mengen) enthalten. [6]

Wird man darüber aufgeklärt? Liest man von diesen Stoffen auf einer Packung Kaffeepulver? Natürlich nicht – Kaffee ist ein Genussmittel; und Genussmittel wie Kaffee oder diverse Alkoholische Getränke müssen solche Warnhinweise nicht haben (Aus dem selben Grund sind übrigens die 9.600 (zum Teil krebserzeugenden) chemischen Verbindungen nicht auf Zigarettenschachteln angegeben – Das und weil der Platz auf der Packung nicht ausreichen würde).

Chemikalien sind überall – Nur weil wir sie nicht sehen (oder gar aussprechen) können, bedeutet das nicht, dass wir nicht tagtäglich von ihnen umgeben sind, sie aufnehmen und unser Körper sie verarbeitet.
Die normale Hausfrau (oder der normale Hausmann) hat heute wie gestern mit Chemikalien zu tun. Nur weil diese Chemikalien zu über 99% natürlichen Urspungs sind, bedeutet das nicht, dass sie automatisch „gut für uns“ sind – Genau so wenig, wie industriell hergestellte Chemikalien automatisch „schlecht für uns“ sind! Beide sind in ihrer Wirkung auf den Menschen identisch.

Für Nahrungsmittel gilt z.B.: „99,99% aller Schadstoffe in der menschlichen Nahrung sind von Natur aus darin enthalten; lediglich 0,01% werden während Produktion, Verpackung und Vertrieb hinzugefügt.“ Das einzige worauf bei den meisten Stoffen und Stoffzusammensetzung ankommt ist: Die Dosis, welche der Mensch letztendlich aufnimmt!

Wissenschaftlicher Fakt: E-Zigarettenliquids bestehen aus unterschiedlichen Anteilen von Propylenglykol, Glycerin, Wasser, Aromastoffen und ggf. Nikotin. Andere Stoffe können nur durch chemische Umwandlung beim Verdampfungsprozess entstehen. Damit das geschieht, muss jedoch der Verdampfer Temperaturen erreichen, die nur durch brachiale Fehlbedienung erreicht werden kann. Dafür muss der Liquidnachfluss abreissen und die Glühwendel überhitzt werden – Das „schmeckt“ ein Konsument jedoch sofort und hört auf das Gerät zu nutzen! Die bisher veröffentlichten, sauber durchgeführten Analysen von E-Zigarettenliquids und verdampften E-Zigarettenliquids haben jedenfalls keine bedenklichen Grenzwerte überschritten. Vielmehr war es sogar so, dass in der Regel die sehr strengen Grenzwerte der Standards für Inhalationsarzneimittel nicht einmal berührt worden sind. [7]

 

Platz 5: Laut BfR kann Propylenglykol die Nasen- und Rachenschleimhaut reizen!

Das Argument „Propylenglykol kann die Atemwege einengen“ oder „Propylenglykol kann schädlich sein“ hat man schon in der Vergangenheit immer wieder lesen dürfen – und wird man auch in Zukunft immer wieder hören. Das muss daran liegen, dass „Glykol“ so schön einfach zu schreiben ist und sofort bei dem geneigten Leser Angst generiert.
So geschah es 1985, dass ein Skandal der Öffentlichkeit bekannt wurde, der sich bis heute in den Köpfen hält: Der Glykolwein-Skandal. Blöd ist dabei nur, dass die Weingroßabfüller damals leider nicht das harmlose Propylenglykol mit Wein vermischt haben, sondern das giftige Diethylenglykol.

Propylenglycol (PG) wird seit Jahren in Arzneimitteln, Kosmetika und in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt. So findet man PG in Cremes, Hundefutter, Kaugummi, Zahnpasta und auch Deospray.
Das Argument „ich inhaliere aber keine Cremes oder Nahrungsmittel“ ist dabei eher flach, weil PG auch in dem rezeptfreien Inhalationsarzneimittel Locabiosol enthalten ist – Und ein Inhaltionsarzneimittel atmet man 100%ig ein (Locabiosol ist zwar nur für die Anwendung in den oberen Atemwege gedacht aber es ist bei der Anwendung nahezu Unmöglich, dass nicht auch Teile davon in die unteren Atemwege gelangen).

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt in einer Veröffentlichung von 1997 davon, dass bei Patienten mit chronischer Bronchitis „nach dem Einatmen eines 10 %igen Propylenglykol-in-Wasser-Aerosols eine leichte, aber signifikante Erhöhung des Atemwegswiderstandes beobachtet wurde, die allerdings auch durch ein Salzaerosol hervorgerufen werden konnte.“ [8] PG hat also die selben Auswirkungen auf die Atemwege wie ein Salzaerosol wie z.B. „Frische Meerluft“.

Wem diese Information nicht ausreicht, kann sich ja den 180 Seiten starken wissenschaftlichen Abschlussbericht über die „Gesundheitlichen Auswirkungen von Theaterrauch, Nebel und Pyrotechnik, Juni 2000“ aus den USA durchlesen. Dort verweise ich insbesondere auf die Seite 14 (ES-6) auf der zu lesen ist: „Bei der Exposition gegenüber allen in dieser Studie betrachteten Theatereffekten, wurde kein Hinweis für ernsthafte Gesundheitliche Auswirkungen gefunden“. [9]

Wissenschaftlicher Fakt: Propylenglykol ist als Lebensmittelzusatzstoff E 1520 zugelassen und somit als „für den Menschen unbenklich“ eingestuft. Wenn man in der Presse etwas anderes lesen sollte, dann ist das reine Panikmache! Ja, Propylenglykol kann zu einer Reizung der Atemwege führen – Genau zur gleichen „Atemwegsreizung“ wie z.B. ein Spaziergang am Strand, eine heisse Dusche, oder die kochenden Kartoffeln in der Küche.

 

Platz 4: E-Zigaretten sind schlecht für die Gesundheit!

Das Argument „Wir wissen noch nichts über die Langzeiteffekte“ wird immer wieder gerne herangezogen (werden). Dabei wird in der Regel nicht vergessen zu erwähnen, dass „E-Zigaretten erst seit kurzem auf dem Markt sind“.

Das ist nichts anderes als ein bequemer Weg um die Fakten zu Umgehen: E-Zigaretten sind relativ Harmlos!
Alle bisher veröffentlichten Studien zeigen auf, dass E-Zigaretten bis zu 99% weniger schädliche Stoffe an den Konsumenten abgeben und sie somit auf einer Stufe mit den (nicht) schädlichen Auswirkungen von Arzneimitteln wie „Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi und Nikotininhalatoren“ stehen.

Wissenschaftlicher Fakt: E-Zigaretten enthalten keinen Teer oder die meisten der anderen 9.600 zum Teil krebserzeugenden chemischen Verbindungen, wie sie in Tabakzigarettenrauch vorkommen. [10] Der Nebelartige Nassdampf, den E-Zigaretten von sich geben, ist nach heutigem Kenntnisstand für den Konsumenten weit weniger gefährlich als Tabakzigarettenrauch und der ausgeatmete Dampf für Dritte harmlos.

Der Nassdampf enthält das als sicher eingestufte Propylenglycol (welches in Arzneimitteln und Nahrungsmitteln verwendet wird), harmloses Glycerin, pures Wasser, zugelassene Aromastoffe und (sehr) kleine Mengen Nikotin, welches in den verkauften Dosierungen keine toxikologischen Bedenken aufwirft. [11,12]

E-Zigaretten sind mindestens 95 % weniger schädlich als Tabakzigaretten!

Platz 3: E-Zigaretten sind ein Einstiegsprodukt für Tabakzigaretten!

Die wissenschaftlichen Fakten sagen das völlige Gegenteil aus: Die E-Zigarette scheint vielmehr ein Ausstiegsprodukt aus dem Tabakkonsum zu sein. Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie der renomierten englischen Nichtraucherorganisation „Action on Smoking and Health (ASH)“ sagt aus, dass die Anzahl von Nichtrauchern, welche die E-Zigarette schon einmal ausprobiert hatten zu vernachlässigen ist (0,1% der Teilnehmer) und lediglich ca. 1% der befragten Nie-Raucher haben jemals eine E-Zigarette ausprobiert. [13]

Sämtliche zur Zeit verfügbaren Studien liefern keinen Beweis für die These, dass E-Zigaretten irgendjemanden zum Tabakrauchen verführen.

An dieser Stelle möchte ich auf einen neueren Beitrag von mir verweisen: „Ausstiegsdroge E-Zigarette„, aus welchem man ersehen kann, dass sogar unsere Bundesdrogenbeauftragte mittlerweile auf diesen Zug aufgesprungen ist.

Update: Mittlerweile wurde der Mythos „Einstiegsdroge“ von Wissenschaftlern versenkt:

Platz 2: E-Zigaretten normalisieren das Rauchen!

Das Argument „E-Zigaretten machen Rauchen wieder Gesellschaftsfähig“ ist nicht nachvollziehbar. Gibt es wirklich Mensch die glauben, dass normale Menschen anfangen Tabak zu rauchen, nur weil sie jemanden an einer E-Zigarette ziehen sehen? Wie das „Einstiegs-Argument“ ist das ein Hirngespinst von Verbotsbefürwortern.

Diejenigen, die so etwas von sich geben, sollten bedenken: Wie kann ein Produkt, dass (Ex-)Raucher als wesentlich weniger ungesunde Alterntive zum Tabakrauchen nutzen, das schädlichere Konkurenzprodukt verführerisch erscheinen lassen?
Das ganze ist ähnlich irrwitzig wie die Behauptungen „vegetarische Würste machen Fleischwürste wieder Gesellschaftsfähig“ oder „Wassertrinken normalisiert den Alkoholkonsum“.

Einen wissenschaftlichen Fakt gibt es hier nicht. Die Behauptung ist dermaßen irrwitzig, dass vermutlich nur etwaige Autoren einer Doppelblindstudie über die „Wirksamkeit von Fallschirmen, nach einem Sprung aus 3000m Höhe“ sich an ein solches Thema heranwagen würden.

 

Platz 1: E-Zigaretten unterwandern die Nichtraucherschutzgesetze!

Dieses Behauptung ist Nonsens. Die Vorstellung, dass E-Zigaretten quasi im Alleingang die restriktiven Nichtraucherschutzgesetze zum Einsturz bringen könnten, ist reine Fantasie! E-Zigaretten mit Liquidverdampfung produzieren keinen Rauch. Wie könnte Nichtrauchen die Nichtraucherschutzgesetze unterwandern?

Fakt ist: Durch eine sicherere Alternative zum Tabakrauch, könnte die E-Zigarette das schaffen, was die Nichtraucherschutzgesetze offensichtlich nicht vollbracht haben: Eine Menge Menschen dazu bringen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Dabei wird auch das Argument aufkommen, dass „Raucher die E-Zigarette lediglich im Nichtraucherbereich nutzen – Und zu Hause wieder Tabakzigaretten rauchen“.

Hier wird vergessen:

1. Jede nicht gerauchte Zigarette ist eine gute Zigarette!

und:

2. Neuere Studien zeigen auf, dass der zusätzliche Konsum von E-Zigaretten zu einer erheblichen Reduzierung des Tabakzigarettenkonsums, zu einer Reduzierung des täglichen Nikotinkonsums  führt und sich die Tabakabhängigkeit auf ein niedrigeres Niveau bewegt.

Ausnahmslos alle diesbezüglichen Studien sagen aus, dass eine Reduzierung des täglichen Zigarettenkonsums der erste Schritt zu einem Rauchstopp ist.

Es gibt nun einmal Menschen, die nicht von der Tabakzigarette lassen können – Diese können dank der E-Zigarette wieder am normalen Gesellschaftlichen Leben teilnehmen, ohne bei Wind und Wetter vor die Tür zu müssen und rauchen dabei weniger Tabakzigaretten.

Dabei tun diese „Dual-User“ sich selbst und den Mitmenschen einen riesigen olfaktorischen Gefallen: Sie riechen nicht mehr nach Tabakrauch!
Die Idee, dass dies dadurch vollbracht werden könnte, den (erwachsenen) Menschen die Wahlmöglichkeiten nicht zu begrenzen, sondern vielmehr zu erhöhen – ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die seit langem versuchen ihren Mitmenschen die persönlichen Entscheidungen abzunehmen.

Rursus

 

Der Blogbeitrag ist (massiv!) inspiriert durch: Five myths about e-cigs

Quellen:

[1] Stead et al.: Nicotine replacement therapy for smoking cessation. (2008)

[2] Alpert et al.: A prospective cohort study challenging the effectiveness of population-based medical intervention for smoking cessation. (2011)

[3] Kotz et al.: ‘Real-world’ effectiveness of smoking cessation treatments: a population study. (2013)

[4] Prof. Dr. Benowitz et al.: Prolonged absorption with development of tolerance to toxic effects after cutaneous exposure to nicotine. (1987)

In diesem Bericht berichtet Prof. Dr. Benowitz über eine Patientin, die sich mit einer Nikotinlösung (400mg Nikotin pro ml) eingeschmiert (und überlebt) hat.

[5] Prof. Dr. Benowitz et al.: Metabolism and Disposition Kinetics of Nicotine. (2005)

In dieser zusammenfassenden Arbeit, dokumentieren Prof. Dr. Benowitz und Kollegen die bis dato gültige Forschung zum Thema „Verstoffwechselung und Verfügbarkeitsgeschwindigkeit von Nikotin“.

[6] Enjoy your holiday dinner — chemicals and all!

Das „American Council on Science and Health“ hat sich 1995 die Mühe gemacht und analysiert was für giftige und krebserzeugende Stoffe in einem ganz normalen Festtagsmenü enthalten sind. Herausgekommen ist dabei eine sehr große Anzahl von diversen krebserzeugenden Stoffen die wir tagtäglich zu uns nehmen und welche bei „normalen Konsum“ keine Auswirkungen auf den Menschen haben.

[7] Blog: Mehr Hintergründe zu den Halbwahrheiten des L’INC

[8] BfR: Ärztliche Mitteilungen bei Vergiftungen 1997

In der Mitteilung des Bundesinstitut für Risikobewertung kann man auf Seite 31 lesen:

„Die niederkettigen, mehrwertigen Alkohole sind toxikologisch praktisch unbedenklich. Glyzerin und
1,2-Propylenglykol werden seit Jahren in pharmazeutischen und kosmetischen Präparaten im oralen
und dermalen Anwendungsbereich eingesetzt. Eine inhalationstoxikologische Studie an Ratten, die
für 6 Stunden am Tag über 2 Wochen (5 Tage/Woche) Konzentrationen von 1,4-Butandiol im g/m3

Bereich ausgesetzt waren, hat eine Gewichtsabnahme und Veränderungen im Blutbild ergeben, die
jedoch reversibel waren [40]. Im Zusammenhang mit einer möglichen Gefährdung von Asthmatikern
durch Diskonebel ist eine Untersuchung von Interesse, in der bei Patienten mit chronischer Bronchitis
bzw. Emphysem nach dem Einatmen eines 10 %igen Propylenglykol-in-Wasser-Aerosols eine leichte,
aber signifikante Erhöhung des Atemwegswiderstandes beobachtet wurde, die allerdings auch durch
ein Salzaerosol hervorgerufen werden konnte.“

[9] Health effects evaluation of theatrical smoke, haze and pyrotechnics. (6. Juni, 2000)

[10] The Chemical Components of Tobacco and Tobacco Smoke, second Edition (25. Februar 2013)

Das Buch von Rodgman und Perfetti ist die einzige mir bekannte Veröffentlichung, welche eine reputable und verifizierte Anzahl der chem. Verbindungen im Tabakrauch beinhaltet. Als Leser  wird man in diversen Medien immer mit Angaben wie „über 4.000 Stoffe“ oder gar „über 12.000“ Stoffe konfrontiert – Diese Zahlen verwirren eher und deuten im Allgemeinen auf unzureichende Recherche durch den jeweiligen Autor hin.

[11] Peering through the mist: systematic review of what the chemistry of contaminants in electronic cigarettes tells us about health risks

In dem im Auftrag der „Consumer Advocates for Smoke-free Alternatives Association (CASAA)“ von Dr. Igor Burstyn (Wissenschaftler im „Department of Environmental and Occupational Health“ an der Drexel Universität in Philadelphia, USA) verfassten Report, wurde durch den Autor 9.000 sowohl „Peer-reviewed“ als auch „graue“ Literatur um das Thema E-Zigaretten betrachtet. Dies insbesondere in Hinblick auf toxikologische Aussagen und in Bezug zu toxikologischen Grenzewerten des E-Zigarettenaerosols.

[12] Electronic cigarettes as a harm reduction strategy for tobacco control: A step forward or a repeat of past mistakes?

Dr. Zachary Cahn von der University of California in Berkeley und Prof. Dr. Michael Siegel von der Boston University School of Public Health werteten 16 Studien zu E-Zigaretten aus, die sich mit den Inhaltsstoffen des Liquids befassten. In zwei der ausgewerteten Studien wurde davon berichtet, dass Spuren von tabakspezifischen Nitrosaminen (TSNA) in den Proben nikotinhaltiger Liquids gefunden wurden. Der maximale Gesamtgehalt an TSNA war 8.2 Nanogramm/g und damit auf einem ähnlichen Niveau wie in einem Nikotinpflaster (8.0 Nanogramm/Pflaster). Gemäß der Auswertung enthielten die nikotinhaltigen Liquide und Nikotinpflaster 0.07 bis 0.2 % des Gesamtgehalts von TSNA in Tabakzigaretten.

[13] Over 2 million Britons now regularly use electronic cigarettes

Nichtraucher = Personen die zwar Nichtraucher sind, zumindest aber schon einmal eine Tabakzigarette ausprobiert haben.

Nie-Raucher = Personen die noch nie eine Tabakzigarette ausprobiert haben.

Comments

  1. Hallo rursus,

    Sehr interessanter und schöner Beitrag! Habe es in eins durchgelesen und muss dir in vielen Sachen zustimmen! Ich habe im Februar ohne Hilfsmittel versucht aufzuhören und bin bereits im April rückfällig geworden! 🙁 Ich werde es jetzt erst einmal mit Nikotin Pflastern versuchen mal schauen ob es besser wird! Denn so langsam sprengt das Rauchen meinen Geldbeutel!

    Gruß,

    Anton

    • Hallo! Bevor Du das Geld investierst, würde ich dir anraten noch mal genauer zu lesen, was ich zur Nikotinpflastern geschrieben habe.

    • Ich denke das Sie mit Pflastern kein Geld sparen. Aber Sie gewinnen sicherlich an Erfahrung! Ich vermute aber – keine positiven!

      Das Rauchen nicht gesund ist, wusste ich. Das Dampfen war nie für mich der Weg um mit dem Rauchen aufzuhören. Die Vorteile die ich als ehemaliger Zigarilloraucher hatte, waren entscheidend für mich. Keine übelriechenden Klamotten. Keiner fühlte sich belästigt durch meinen aromatisierten Bühnen- und Diskonebel, welcher Anfangs auch mit dem „bösen“ Nikotin versetzt war. Klar gab es immer wieder interessierte, aber eben schlecht informierte Mitmenschen die mich dann fragten:“Ist das nicht giftiger?“ Jeder erfahrene gut informierte Dampfer weiß es: „Nein, es ist nicht giftiger! Es ist aber leider schädlich für die Tabak- und Pharmakonzerne!“

      Eine wesentliche Verbesserung meines Geschmacks- und Geruchssinnes war für mich das Beeindruckendste.

      Im Endeffekt bin ich jetzt, nach fast 3 Jahren dampfen, mein Asthma fast vollständig los und das obwohl von sehr fragwürdigen Stellen vor „möglichen Atemwegsreizungen“ gewarnt wird.

      Zusammenfassend frag ich Sie, warum Politiker und die gesamte Propagandamaschine, welche sich auch gerne als investigative Journalisten bezeichnen, Sie vor dem beschützen wollen, was mir sehr geholfen hat, meine Lebensqualität zu verbessern. Ärzte haben das z.B. nicht geschafft.

      Warum muss es erst Blogs wie diesen geben, die Licht ins Dunkel bringen. Und Dunkel ist die positivste Bezeichnung dafür. Warum schaffen es die Medienkanäle des Mainstream nicht, dieses hochbrisante Thema richtig zu beleuchten? Liegt es an den finanziell sehr potenten Auftraggebern der sonst üblichen Anzeigenpakete? Was sind denn im Umfeld zu den E-Zigarettenberichten immer für Anzeigen geschaltet? Merkt denn keiner die Zusammenhänge? Will denn keiner wissen wie fragwürdig z.B. das BfR arbeitet? Will denn auch keiner wissen, was für propagandistische Aussagen Frau Dr. P.-L. trifft, welche für ein Institut arbeitet, welches zu 100% aus Steuermitteln finanziert wird. Was treibt so eine Frau zu solchen Aussagen. Sind wir krank mehr wert als gesund? Definitiv!!!

      Es geht einfach um einen riesigen Berg Kohle (in Deutschland mindestens 30.000.000.000€ jährlich) der gerade anfängt in andere Richtungen zu fließen. Und dieses wollen die bisherigen Marktteilnehmer verhindern. Denn wie heißt es so schön: „Bei Geld hört die Freundschaft auf!“

      Sie entscheiden wenn Sie Ihr Geld geben und wenn Sie damit unterstützen. Denn damit können Sie ein wenig mehr entscheiden was Sie wollen. Das ist das einzig sinnvolle Instrument in einer sogenannten sozialen Marktwirtschaft. Denn Demokratie (übersetzt heißt es nichts anderes als Volksherrschaft) definieren anscheint nicht alle gleich.

      Abschließend frage ich mich, warum Sie einen sehr gut zusammengetragenen und ausgewerteten Bericht in einem Blog über E-Zigaretten lesen und dann von einem geplanten Nikotinpflasterselbstversuch schreiben? Wo an welcher Stelle war hier etwas unverständlich?

      Noch eine abschließende Frage die sich mir förmlich aufdrängt:
      Für wen arbeiten Sie eigentlich, werter Anton?

  2. Ein riesengroßen Dank an den Blogbetreiber – sehr gute Arbeit! Wie immer exakt und sauber zusammengefasst und mit einer Priese Sarkasmus verfeinert.

    Ich habe über Punkt 2 herzlich lachen müssen.

    Hoffentlich trägt es langsam größere Früchte! Die jetzigen sind recht mager!

    Wir dürfen nicht müde werden, die Menschen zu informieren. Wir müssen aufzeigen, wo die z.B. die Opportunisten sitzen und wer welche Interessen vertritt.

    Wir müssen den Blog teilen. Über Facebook, Google plus und was alles gibt!

    Und wir müssen anfangen Unterschriften offline zu sammeln. Es gibt doch viele Konsumenten die Angst haben, digital ihre Meinung zu äußern. Seit der Bankenkrise ist das Vertrauen in die EU sowieso erschüttert. Und seit der NSA-Geschichte ist das noch schlimmer geworden.

    Ich bemerke auch, das wohl doch einen Großteil der Händler gibt, die zum Tagesgeschäft übergegangen sind. Sie machen sich nicht die Mühe über die geplante Regulierungswut der EU, welche im Würgegriff einer mächtigen Lobby ist, zu informieren. Sie haben wohl vielleicht Angst vor Kundenfluktuation. Oder Sie erkennen einfach nicht, wie man Sie langsam aber sicher ins Visier nimmt. Ich hoffe sie hören dann wenigstens noch den Knall.

    Und ich hoffe es gibt noch ein 7. Land in der EU, welches die Schwelle erreichen wird. Momentan sehe ich nur 6 EU-Länder die es schaffen könnten.

  3. Klasse Jens und wie immer sehr gut auf den Punkt gebracht.
    Es ist mittlerweile beschämend wie Fahrlässig die Medien mit Tatsachen umgehen.
    Sie schrecken vor nichts zurück um die Klientel zu bedienen, die ihnen durch ihre Werbung Einnahmen garantieren.

  4. UNFASSBAR GUT recherchiert / formuliert und aufgeschrieben !
    Vielen Dank im Namen aller Dampfer für diese Argumentationshilfen.

    • Horst Blaschke
      18. August 2014 - 1:35

      Thüringische Landeszeitung Zitat:
      „Im Fall um den Staatskanzleichef Jürgen Gnauck (CDU) wird die Luft immer enger“

      Daran sind aber nicht wir Dampfer schuld Herr Gnauck!

      Vielen Dank und Hochachtung Jens für Deinen super Blogg

  5. Merci für das zunächst aufschlußreiche Blog auch wenn ich hier analog zu den „anderen“ Medien das Gefühl habe, dass sehr einseitig berichtet wird. Eine etwas differenzierte Darstellung der verschiedenen Thesen würde bei mir eher das Gefühl das Verschwörungstheorie (die böse Tabakaindustrie etc.) beschwichtigen. (Zum Beispiel „Platz2: eZigaretten normalisieren das Rauchen“ hat aus meiner Perspektive durchaus auch andere Seiten der Medaille die man thematisieren kann).

    Nachwievor werde ich das Gefühl nicht los, dass entweder pro-eZigarette Berichterstattung oder contra eZigarette stattfindet. In beiden Fällen bin ich am Ende eher skeptisch, aber ich gebe nicht auf, mir ein vollumfängliches Bild zu machen 🙂

    Könnten wir folgende Studie (die von rursus selbst zitiert wird und so stieß ich letztlich erst darauf) mir mal kurz erklären? Ggf. verstehe ich diese falsch aber eine gewisse Reizung der Atemwege durch PG ist doch hier durchaus nachgewiesen worden, richtig? http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1740047/

    Viele Grüße
    Chris, der vor einer Woche auf eZigarette umgestiegen ist 🙂

    • Servus 🙂

      Wenn ich über PG richtig informiert bin, basieren die Reizungen rein auf allergische Reaktionen. Allergien kann man je bekanntlich auf alles mögliche haben. Es gibt auch vereinzelte Shops die PG-freie Liquids anbieten.

      Ich lasse mich auch gerne verbessern.

      Danke für diesen tollen Blog,

      Tobi

  6. Ich weiß gar nicht, warum das Zusammenstellen von Links, die die eigene Meinung eh schon unterstützen, als gut und wissenschaftlich recherchiert betrachtet wird.
    Dem Gegner (also dem, der eine andere Meinung vertritt) nicht selten der Lüge zu bezichtigen, hat mich allerdings etwas verwirrt. Das darf man wohl eher als unwissenschaftlich bezeichnen.
    Aber was soll’s. Lieber erst mal eine Rauchen… meinetwegen auch Dampfen (ich mach beides)
    und ganz sachlich bleiben:
    Über die Thesen zum Nikotin hinsichtlich akuter Toxizität (testet es doch mal an euch selbst aus) und seinen Einfluß auf das Herzkreislaufsystem will ich besser gar nichts sagen. Kalter Kaffee.
    Klar, ich liebe Nikotin.. aber ich muß mir die Welt nicht auch noch schön reden.
    Genauso beeindruckend die Statements zum PG. Dabei ist es übrigens völlig irrelevant, ob PG auch in anderen Mittelchen seinen Einsatz findet auch wenn es sogar mal inhaliert wird.
    Als Dampfer inhaliert ihr das Zeug aber ständig.
    Entweder habt ihr Glück und das Zeug reizt eure Atemwege nicht oder ihr habt eben Pech und ihr entwickelt sogar nette chronische Entzündungen. Man kann das euphemistisch Allergie nennen. Spielt aber keine Rolle..wenn ihr es nicht vertragen solltet, dann lasst es sein! Egal was Herr Rursus so schreibt.

    • 1. Die Toxizität von Nikotin habe ich bereits an mir ausprobiert: Nach der bisherigen Lehrmeinung, dürfte ich heute diese Zeilen nicht mehr schreiben können.
      2. Eine chronische Entzündung durch Propylenglycol? Wenn es eine solche geben sollte, dann aber nur bei Menschen die sowieso eine Überempfindlichkeit gegenüber PG haben (also allergisch reagieren) und sowieso keine PG-Basierten Liquids, sondern vielmehr Glycerol-Basierte Liquids nutzen sollten.

      Ich habe übrigens nie etwas andere geschrieben, Herr Doktor!

  7. Katharina Lohmann
    15. Februar 2015 - 19:40

    Glycerol basierte Liquids? Wo kann ich die kaufen? ich finde das nirgends (in Deutschland). ich habe eine leichte chronische Bronchitis und jedesmal, wenn ich die E-Zigarette ansetze, wird mein Atem schwerer/hörbar – diesen Effekt hatte ich zuletzt bei richtigen Zigaretten. Glaube ja nicht, dass Propylenglycol so harmlos ist.

    • Hallo!

      Hier im Blog geht es um Fakten und nicht um „glauben“.

      Wenn Du nicht glaubst, dasss Propylenglycol (PG) harmlos ist, dann solltest Du in Zukunft Inhalationsarzneimittel, Zahnpasta, Kaugummi, Deos, usw. vermeiden – Das Zeug ist da nämlich drin.
      Natürlich kann PG bei hypersensitiven Menschen allergische Reaktionen auslösen – Aber das gilt eigentlich für alle Stoffe und Stoffzusammensetzungen.

      Auf Glycerin/Glycerol basierende Liquids findet man auch bei Händlern in Deutschland. KLICK

  8. Hallo,

    interessante Thesen. Ich finde jedoch die ansatzweise Verherrlichung von Nikotinpflastern bedenklich. Ich will ja vom Tabak und auch vom Nikotin loskommen und konsumiere dann Nikotin auf andere Art und Weise? Widersprüchlich. Auch wenn es wahrscheinlich besser ist als zu rauchen, ist das meines Erachtens nach Kunden hin und hergeschiebe zwischen Pharma und Tabaklobby.

  9. NichtDampferRaucher
    31. Mai 2015 - 13:38

    Oh man, wie man sich etwas Gefährliches und Unerforschtes beschönigen muss und es als „wissenschaftlich fundiert“ darstellt. Einfach nur schwach. Hört einfach sofort mit dem Rauchen und Dampfen auf. Ihr vergiftet euren Körper und euren Geist jeden Tag damit, ihr Opfer. Ihr werdet bestimmt nicht sterben, wenn ihr von heute auf morgen aufhört. Im Gegenteil, es wird Euch jeden Tag besser gehen und Euer Körper wird es Euch danken. Ich habe von einem Tag auf den anderen ohne „Hilfsmittel“ aufgehört. Seit über einem Jahr geht es mir ohne verdammte Zigartetten und Dampfer, die Euch garantiert(!) krank machen werden, so gut wie nie zuvor. Dazu gehört natürlich viel Bewegung und gute Ernährung mit viel Gemüse, Obst und wenig Fleisch. Wozu also Eure Energie dazu verschwenden und zu recherchieren und abwägen, ob das Dampfen nun vielleicht weniger schädlich ist, als Zigaretten oder nicht? Es wird Euch so oder so krank machen. Nikotin ist ein verdammtes Nervengift. Hört auf Euren Körper und Geist mit Substanzen zu vergewaltigen, die in Euch nichts zu suchen haben. Hört einfach auf.
    Mein klarer Geist, meine Vernunft, das Hören auf meinen Körper und der Aufschrei meines Körpers und Geistes das Richtige zu tun, haben meine Sucht überschwemmt, so dass ich ab dem ersten rauchfreien Tag nicht einmal daran zurückgedacht habe. Es gibt absolut nichts positives am Rauchen oder Dampfen. Ihr Unterstützt damit nur eine Industrie, die Euch und Eure Mitmenschen krank machen.

    • Unerforscht? Gefährlich? Die E-Zigarette ist seit knapp 10 Jahren auf dem Markt und bis heute konnte keine Studie der E-Zigarette eine erhebliche schädigende Wirkung nachweisen – Im Gegenteil: Die E-Zigarette mit Liquidvernebelung ist (laut Studien) ca. 95 bis 99 Prozent weniger schädlich als die Tabakzigarette – Ob man in diesem Bereich überhaupt noch von „Schädigung“ sprechen kann, darüber streiten sich im Moment die Wissenschaftler.

      Ist doch wunderschön, dass Du es ohne Hilfsmittel und nahezu ohne Probleme geschafft hast, mit dem Rauchen aufzuhören.

      Nur: Knapp 97 Prozent schaffen das eben nicht und hängen nach spätestens einem Jahr wieder an der Tabakzigarette – Und genau für diese, ist die E-Zigarette quasi ein Gottesgeschenk und wird aus diesem Grund auch so lautstark von den Konsumenten verteidigt.

  10. Junge du hättest Lotto spielen sollen. Hat sich alles erfüllt. Vor allem Platz 6 hätte man doch so genau gar nicht vorhersehen können und seit 3 Monaten hört man nur noch das böse Chemikaliengemisch im TV.

  11. Okay, Du hast hiermit bewiesen, in die Zukunft schauen zu können. Ich musste zwei mal nachsehen, von wann der Bericht war. Ist alles so eingetreten. Und, was sagt die Glaskugel zur weiteren Zukunft des Dampfens?

    • Dazu braucht es keine Glaskugel: Die „Gegner“ der E-Zigarette werden scheitern, weil

      1. Die Dampfer die Fakten und
      2. die Wahrheit auf ihrer Seite haben.
      3. Die Dampferwelt auf eine gewissen „kritische Masse“ angewachsen, nicht mehr aufzuhalten ist.

      In knapp fünf Jahren werden wir zurückblicken und milde lächeln.

      Frei nach J F Etter: Man kann nun einmal einen Tsnunami nicht mit ein paar Lügen und falschen Gesetzen aufhalten.

  12. Nach langem Hin und Her und recherchieren hab ich mich dazu entschieden der e-Ziggi einen Versuch zu geben und habe es nicht bereut. Im Grunde ärgere ich mich darüber nicht schon früher umgestiegen zu sein.
    Der Gesundheitsaspekt ist hier schon mehr als genug behandelt dem habe ich nichts hinzuzufügen.
    Die weiteren Nebenerscheinungen der e-Ziggi bleiben aber doch eher unbeachtet. Nichts riecht mehr nach Rauch, kein Niederschlag wie bei Tabakrauch an Wänden, Scheiben einfach überall wo Rauch hinkommt, man wird eher selten bis nie des Raumes verwiesen als Dampfer, selbst die nichtrauchende Frau wird sich schwertun Argumente gegen das Damfen zu finden :-). Dort wo Raucher und Nichtraucher zusammen leben oder arbeiten bessert sich das Klima wenn Raucher zu Dampfern werden. Man könnte noch viele Beispiele anführen, ab hier mag jeder sein eigenes Umfeld auf die möglichen Auswirkungen eines Umstiegs untersuchen ;-).

    Auch für die Nikotinentwöhnung ist die e-Ziggi wunderbar geeignet. Die Möglichkeit die Liquids im Nikotingehalt immer schwächer werden zu lassen ermöglichen einem das langsame davonschleichen ohne die Rauch- bzw. Dampfgewohnheiten umzustellen. Auf diese Art bleiben einem die lästigen Begleiterscheinungen des plötzlichen Entzugs erspart.

    Was bisher ganz ausser Acht blieb ist die finanzielle Seite.
    Wenn ich mal einen starken Raucher annehme gehen locker 250€ monatlich für Tabakzigaretten drauf, sind dann für das Jahr 3000€.
    Wenn derselbe auf Dampf umsteigt (2 Geräte und 52 x Liquid 20ml) kommt er nicht über 800€. Ab hier darf wieder jeder selber sein Umfeld und die daraus entstehenden Möglichkeiten betrachten.

  13. Hallo Leute,
    ich als ehemaliger sehr starker Raucher (ca. 50-60 gedrehte Zigaretten am Tag) möchte mal meinen Senf dazu geben.
    Ich besitze nun seit drei Wochen meine E-Zigarette und nach 4 tagen Eingewöhnungsphase, habe ich mein altes Raucherzeug verschenkt und seitdem rauche ich nur noch die E-Zigarette, wenn ich mal wieder verlangen nach Nikotin habe.
    Ich rieche und schmecke besser, füge meinen Mitmenschen keinen Schaden mehr zu und mir geht es einfach besser!
    Jetzt wird langsam am Nikotingehalt geschraubt bis ich irgendwann nur noch aus Genuss und für den Geschmack die Ziggi auspacke um zu dampfen ! Eine Geniale Erfindung !!!
    LG von einem überzeugen Ex Raucher

    • Herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung!

      Nur eins: E-Zigaretten werden nicht „geraucht“ – sie werden „gedampft“.

      Rauchen ist definiert als „das inhalieren von verbrannten Pflanzenteile, bis in die unteren Atemwege“ – Da bei der E-Zigarette kein Tabak verbrannt, sondern lediglich eine Flüssigkeit verdampft wird, kann man hier (bei der E-Zigarette) nicht von „Rauchen“ sprechen.

      Weiterhin viel Erfolg! (Bei mir ist der Umstieg jetzt schon über vier Jahre her und ich habe es nicht einen Tag bereut!)
      Gruss
      Rursus

  14. Hallo,

    zunächst einmal auch von mir vielen Dank für die großartige Arbeit die Du hier machst – immer wenn neue Halb- bzw. Unwahrheiten zum Dampfen in den Medien auftauchen kann man hier in Deinem Blog die Wahrheit zwischen und hinter den Zeilen der Presse finden. Ich bin immer wieder bestürzt über einen Großteil der Berichterstattung in den Medien was die E-Zigarette betrifft – bei welchen anderen Themen ebenso vorgegangen wird möchte ich daher lieber gar nicht erst wissen…
    Ich jedenfalls bin nun seit einem Jahr glücklicher Umsteiger – ich konnte den Nikotingehalt meiner Liquids in dieser Zeit von anfangs 18mg schrittweise und ohne Probleme langsam reduzieren und verwende seit kurzem gar kein Nikotin mehr…
    Allen mitlesenden (Noch-)Rauchern wünsche ich den Mut und die Kraft die Sucht zu bekämpfen – ich denke für Viele ist der Umstieg auf das Dampfen der beste Weg dafür – und durch diese Blog werden sicher viele Zweifel an der E-Zigarette ausgeräumt.
    Grüße und nochmal DANKE an Rursus

  15. Ein dreifaches 👍👍👍. Endlich mal jemand, der schreibt was er denkt. Ich bin auch seit 11 Monaten von der Zigarette weg und es klappt prima mit der E-Zigarette . Auch ich denke, dass man uns Angst machen will, weil der Tabakmarkt durch uns schrumpft und das ist auch gut so. Die haben sich eine goldene Nase an uns verdient . Dem Staat entgehen Millionen von Euro durch uns Dampfer, die ehemalige Raucher waren . Philipp Morris soll ja jetzt eine E rausbringen . Da kann dann der Staat wieder kassieren . Der Beitrag ist spitze . Danke dafür ☺

  16. Hallo Rursus,
    habe den Bericht gelesen und kann es nur Bestätigen.
    Man wird nicht blöd Geboren, man wird blöd gemacht.

    Auch ich habe es manchmal mit Menschen zu tun, die einfach nur alles Nachbabbeln, was sie so hören, ohne sich genauer schlau zu machen.
    Mein Mann hat vor ca. 7-8 Jahren aufgehört, von jetzt auf gleich, was allerdings zur Umfangsvermehrung geführt hatte.

    Um ehrlich zu sein, hatte ich bis dahin noch normale Zigaretten geraucht, was sich aber seit Anfang November 2015 schlagartig änderte. Man hatte mir einen Stent am Herz gesetzt, manchmal brauchts ein Ereignis um Umzudenken.
    Die E-Zigarette hatte ich schon länger und immer wieder zwischen drin benutzt, aber nie so richtig wie jetzt.
    Es geht mir weit aus besser damit, aber genau das was in dem Bericht steht, musste ich mir anhören von Ärzten in der Reha.
    Ich aber denke mir mein Teil, da jede Diskusion verschwendete Zeit ist.

    Vielen Dank für diesen super Bericht.

  17. Ich liebe diesen Blog und studiere nachträglich jeden Artikel.
    Nach 40 Jahren Zigaretten-Rauchen bin ich im September 2015 auf’s Dampfen umgestiegen und konnte ohne Probleme von einem Tag auf den anderen aufhören.
    Was sich jetzt nach 4 Monaten noch nicht so wirklich verbessert hat, ist mein Lungenvolumen.
    Nach zwei Stockwerken bin ich immer noch aus der Puste.
    Mich würde interessieren, wie es anderen damit geht, kann sich die Lunge nochmal wieder verbessern und wie lange dauert das?
    Vielleicht kann jemand dazu was sagen.

    • Vielen Dank für den Beitrag.

      Bei mir wurde das mit dem „Treppensteigen“ nach ein bis zwei Monaten besser (Ich habe aber auch nebenbei noch ein wenig Aufbausport betrieben).

      Evtl. solltest Du mal zu einem Lungenfacharzt gehen? Kann ja sein, dass Deine Lunge nach 40 Jahren Tabakrauch schon etwas geschädigt ist.

  18. Ich liebe diesen Blog ebenso. Und ebenso bin ich jetzt nach eine 40-jährigen Raucherkarriere durch mit den Pyros. Endlich!!! Und das ausschließlich Dank der „Dampfe“. Alle anderen Entwöhnungsversuche endeteten in der Regel damit, dass ich wie ein Dieb in der Nacht im Mülleimer zwischen Kaffeefiltern und Katzenstreu nach den morgens weggeworfenen Kippen gesucht habe, panisch und schweißüberströmt.

    Die Regeneration der Lunge kann sicher einige Jahre dauern, bei entsprechender Vorschädigung vielleicht auch unmöglich sein. Ein Besuch beim Lungenfacharzt ist eine gute Idee. Sport ist ebenso eine gute Idee, die allerbeste Idee ist jedoch: Für alle Zeiten die Finger weg von den Pyros!

    Liebe Grüße
    Michael

  19. ich hatte schon mal 5 Jahre das Rauchen unter Qualen augehört, war aber nie ekelhafter Nichtraucher. Das meiste spielt sich leider im Kopf ab und durch einen dummen Umstand habe ich das Rauchen wieder angefangen und war 15 Jahre lang (3 Schachteln täglich) Menthol Zigaretten Raucher. Wie das Schicksal so spielt wurde ich an den Stimmbändern opperiert und ich musste das Rauchen von heute auf morgen aufhören. Die Ärzte empfahlen mir Nikotinpflaster, damit es mir leichter fällt mit dem Rauchen Schluss zu machen. Nach 3 Tagen wurde ich unausstehlich, nervös, hatte Schweißausbrüche und konnte nicht mehr schlafen. Ich wollte schon wieder anfangen zu rauchen, da hatte mir allerdings ein Kunde gezeigt, dass er 18mg Nikotin dampft und ich probierte es. Daraufhin stürzte ich mich sofort auf dieses Produkt und ich fühlte mich wieder als normaler Mensch. Nach 4 Wochen 18mg Liquid damfen stieg ich auf 12mg Liquid um und musste beim Arzt zur Kontrolle. Dieser lobte mich, dass ich das Rauchen aufgehört habe und sagte „weiter so“ zu mir. Der Arzt stellte einen normalen Heilungsverlauf meiner OP fest. Ich fühle mich blendend, habe keinen Entzug und werde nun weiter dampfen bis ich auf 0mg Milligramm Nikotin angekommen bin. Ich habe derzeit wieder Spass, wie vorher und auch kein Gewicht zugenommen. Meiner Meinung nach sollte man lieber Anleitungen dazu geben, wie ein starker Raucher mit der Umstellung auf Dampfen zum Nichtraucher werden kann! Ich habe durch das Dampfen nun den vollen Ehrgeiz Nichtraucher zu werden und auch mein Umfeld hat diese Veränderung positiv aufgenommen.
    Vielen Dank für alle korrekten Beiträge.

  20. War sehr interessant… mal eine andere Seite zuhören.
    mir hat der Blog an bereichert und zwar an Erfahrungen.
    DANKE

  21. Das nenne ich Mal einen Beitrag mit Sinn und Verstand! Sehr gute Arbeit und vorallem repräsentativ durch die Quellangaben.
    Ich hoffe sehr das die E-Zigarette nicht Opfer der Politik und Geldmaschinerie der Tabakindustrie wird. Hoffen und selbst so viel Beitragen wie nur möglich..

  22. Chrissi, dein Betrag geht mir ans Herz.

  23. Peter macht Dampf
    5. Juni 2016 - 8:43

    Ein sehr aufschlussreicher Blog und sehr leidenschaftlich und sachlich geschrieben. Leider habe ich ihn viel zu spät entdeckt. Nämlich gestern. Ich habe mir am 31.05.16, es war Tag der Nichtraucher (?), ein Starterset gekauft. Seit dem 01.06. bin ich zigarettenfrei. Es sind nur wenige Tage aber kein Vergleich zu den quälenden Entwöhnungszeiten, die ich ertragen musste, als ich versucht habe mit dem Rauchen aufzuhören. Ich bin endlich entspannt, nicht aggressiv und, das ist die Krönung, meine Geschmacksnerven existieren tatsächlich noch: Kaffee schmeck ganz anders als vorher. Last but not least: Ich habe meine Familie wieder. Hä? Na, ich stinke nicht nach Qualm, bin wieder mitten drin im Geschehen. Meine Frau schmust gerne wieder und meine Kinder drücken mich nicht mit den Worten weg: „Du stinkst“.

    Für mich ist jetzt schon dampfen ein Gewinn an Lebensqualität. Aber die Moralaposteln dieser Erde, ob Politiker oder Journalisten, haben kaum Ahnung. Ich denke da gerne an eine Bundestagsdebatte um Formaldehyd. Fast alle sprachen über „formal-dehüd“. Keine Ahnung haben aber das Maul weit aufreißen.

    Mach weiter mit Deinem Blog. Mir hilft es, der Zigarette nicht nachzuweinen.

  24. Dank für die Fakten, auch wenn Deine Profession im Text klar zum Ausdruck kommt und Dich damit zum Ideologen machen, deren Worten ich i.d.R. lieber keinen Glauben schenke. Ich bin seit fast 50 Jahren „Atheist“ und stets gut damit gefahren. 😉

    Zu meinem Selbstversuch … ich habe am Folgetag meines ersten Dampftags meine Morgenzigarette nach 3 Zügen ausgemacht und dampfe seither ohne auch nur Ansätze von Entzugserscheinungen zu haben.
    Einzig die etwas laue 6er Mischung führte am Anfang zu einer Intensivierung der ‚Rauchzeiten‘.

    Inzwischen betrachte ich diesen Artikel mehr als eine Art Pionierarbeit, denn als dogmatische Zusammenfassung.

    Weiter so. Ich glaube übrigens auch an Dinge. Ich glaube z.B., dass diese Welt sehr viel mehr Menschen braucht, die ihr beibringen umzudenken!

    Dank an Dich!

  25. Die Leute, die ernsthaft diskutieren, e-zigaretten KÖNNTEN ja ähnlich schädlich sein wie Zigaretten (weil -Argument- man weißes ja ’noch‘ nicht), sollten mal neben der Verarbeitung der wissenschaftlichen Tatsache, nämlich dass der Dampf nun mal nur diese paar altbekannten relativ unschädlichen Substanzen enthält, ihre Mediengläubigkeit, ihren unkritischen Konsum von dem was da erzählt wird-und auch vor allem warum- hinterfagen. Da kommt man aber schnell auf einen Punkt sich selbst und sein ganzes durch die Medien konstruiertes Weltbild in frage stellen zu müssen. und da wird es dann schwer..Wie ist das mit anderen themen..politik, Tagesschau zum Beispiel, das böse Rußland ganz aktuell usw. Und das ist ein sehr schwieriger Prozess psychologisch gesehen, weil damit halt ein ganzes Weltbild ins Wanken geraten kann: Sind die „Experten“ im TV wirklich „Übermenschen“, denen man glauben kann/soll/muß, nur weil sie dort so deklariert werden (oftmals haben sie nichts zu sagen und können dabei ganz gut ernst in die Kamera blicken)? oder haben sie eine Lobby hinter sich, der sie dienen (in unserem Kapitalismus, zu dem ganz oben ja auch die Medien-inhaber zählen gang und gäbe!
    ich weiß es „kostet“ Zeit selbst zu denken und zu recherchieren. Es ist Arbeit an einem selbst, an unserem Weltbild. Aber wo ist die Alternative? Ein Mediensklave zu sein oder halt den interessanten und ja oft auch mühsamen, aber bei näherer Betrachtung doch alternativlosen Weg zu gehen und selbst anfangen sich aus unterschiedlichen Quellen, Gott sei dank des noch existierenden Internets möglich, zu informieren
    Man guckt zum Beispiel auf youtube auch mal Infos der „Gegenseite“ hier beim thema die, die e-dampfgeräte für schädlich halten und sie sogar mit Tabakzigaretten in der Schädlichkeit vergleichen wollen. Oder halt umgekehrt Infos von Leuten, die meinen, e-dampfer seien ein Riesenvorteil, wenn der Umstieg denn gelingt. Und dann muß wohl oder Übel das eigene Hirn mal anspringen.
    Wer aber an sich selber merkt, wie die meisten Umsteiger, dass bereits nach Stunden bis Tagen das Atmen Riechen und die Ausdauer steigt, der kann auch die intelektuelle Seite erstmal hinten anstellen und, falls er es noch kann (aus dem Fersehsessel noch aufsteht z.B.) auf seinen Körper hören. Und sich dann hoffentlich aber trotzdem noch Gedanken machen, wie und warum er für dumm verkauft werden soll. und in was für Lebensbereichen das sonst noch so gilt. Also statt Glotze die gerade wieder einen doktor bringen im „Programm“ mal auf Internetvideos selber verschiedene infos auswählen und sich dann ein eigenes durch Tatsachen untermauertes Bild machen. habt das selbstbewußtsein dazu!
    Und wer nicht mehr am Giftstengel hängt, ist auf einem gutem Wege sich langsam und schwer, aber hochinteressant und auch erfreulich, sich wieder eines aufzubauen. Wenn er nicht gleich aufgibt, angesichts der Medienflut, wenn er die denn noch glaubt und an sich heran läßt ohne selbst zu wählen, was er da schaut und ließt. Am besten sein Programm und Lektüre, im Internet angestoßen, kontrovers und vielfältig selbst wählt….wollte gar nicht so viel schreiben, aber so hängt das bei uns zusammen im turbokapitalismus, wos halt nur um pfründe geht, die die lobby nicht kampflos aufgeben können. Einen ironischen Sars noch: Wer angst um die Arbeitsplätze in der Tabakindustrie hat (das Argument kommt bestimmt auch noch aus dem Hut)……. in diesem sinne. raucht nicht soviel. und dampfen muß man auch nicht unbedingt.

  26. Also ich bin selbst seit etwa 2 Jahren Dampfer und muss sagen das der Text doch viele Dinge schön redet.
    Zum einen wird hier nicht erwähnt, das es ja nun wirklich Menschen gibt, die gegen PG allergisch reagieren. Gerade Menschen mit Asthma können beim Dampfen Probleme mit PG bekommen oder das Asthma fördern. Hier spreche ich auch aus eigener Erfahrung.
    Wo ich persönlich ein wesentlich größeres Problem sehe ist, das noch immer keine Drahtfilter oder ähnliches erfunden wurden die verhindern, das Liquid beim verdampfen mit in die Lunge geatmet wird bzw. kleine Liquid Partikel. Dieses Problem tritt bei mir bei verschiedenen selbstwickelVerdampfern auf und das geht soweit, das ich teilweise 1 Woche pausieren muss wegen Atem Problemen.
    Da diese Partikel minimal und fein sind merkt man diese kaum, der Kayfun v5 hat wohl (ist noch nicht angekommen) ein Draht Geflecht am DripTip, ich hoffe, das dies das Problem eindämmen wird, ich warte bereits sehnsüchtig auf ihn.
    Nicht falsch verstehen, ich kenne viele Leute, die mit der Dampfe aufgehört haben zu rauchen und es ist eine gesündere Alternative, ich sehe das Ende aber noch nicht erreicht. Es muss mehr Geld in die Entwicklung Alternative Basen investiert werden, mir persönlich wäre eine Base ohne PG VG Gemisch wesentlich lieber , mir wäre aber auch ein Staat lieber, der weniger Geld in Anti Dampfer Kampagnen investieren würde und mehr in ehrlicher , vertrauenswürdiger Erforschung und Alternative zum Rauchen zum Preis vom Dampfen aber da treffe ich wohl eher den wahren Weihnachtsmann….
    Nachtrag://
    Leider traut man sich als Dampfer ja kaum über negative Effekte beim Dampfen öffentlich zu reden, da man damit rechnen muss, das einem das Wort im Mund verdreht und am Ende gegen einen verwendet wird.

    • Hallo Wolf,

      der Text redet nichts schön, sondern legt lediglich die Fakten dar. Die von dir angesprochene PG-Unverträglichkeit war nicht Teil des Beitrags und wird/wurde auch seitens der „Antis“ auch nicht zum Thema gemacht. Ergo taucht diese hier im Artikel nicht auf. Wo sie jedoch auftaucht ist in der Faktenbasierten Ausarbeitung.

      Übrigens könnten deine vorgeschlagenen „Verbesserungen“ bald Geschichte sein. Zum Beispiel haben die Regulierungsbehörden in den USA der E-Zigarette jetzt solche Knebel angelegt, dass die Hersteller keine Verbesserungen mehr an ihren Geräten vornehmen dürfen (es sei denn sie stellen einen Antrag, zahlen ein paar Millionen und warten ein paar Jahre).

      Wieauchimmer: Du kannst kleine Probleme einzelner nicht auf die große Masse umrechnen.

      Wenn Du Selbstwickler bist und das dir das Problem bekannt ist: Warum schneidest Du dir nicht einfach etwas 400er Mesh zu und packst das unter das DripTip?

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