Angst verbreiten mit 0,046 Prozent der Menscheit

Die WHO hat den weltweiten Statusreport zu Alkohol und Gesundheit 2014 veröffentlicht und die Medien überschlagen sich, um die schlechte Nachricht zu verbreiten:

3,3 Millionen Menschen starben 2012 weltweit an den Folgen von Wein-, Bier- und Schnapskonsum.“

Ob nun Zeit Online, Spiegel Online, Focus Online20 Minuten, oder, oder, oder… Sie alle kolportieren die Worte von WHO-Experte Oleg Tschestnow, welche er am 12. Mai 2014 bei der Präsentation des Reports in Genf von sich gab:

Es muss mehr getan werden, um die Bevölkerung vor den negativen gesundheitlichen Folgen des Alkoholkonsums zu schützen.

Die neue EU-Tabakrichtlinie (2014/40/EU)

Am 19. Dezember 2012 wurde der Vorschlag der EU-Kommission für eine neue Tabakprodukterichtlinie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Etwas mehr als 16 Monate später, wurde am 29. April 2014 die neue EU-Tabakprodukterichtlinie – oder wie sie offiziell heißt:

RICHTLINIE 2014/40/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 3. April 2014 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen und verwandten Erzeugnissen und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/37/EG

– im Amtsblatt L127 der Europäischen Union veröffentlicht.

Placebo Fischölkapseln – Omega-3-Fettsäure

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich regelmäßig mehrfach ungesättigte Fettsäuren über den Knorpel schieben? Also zu den Menschen, die sich möglichst Gesund ernähren wollen und die immer wieder aufpoppenden Werbeversprechen für bare Münze nehmen?

Zwischen…

Schon seit Jahren wird uns erklärt, dass Eskimos so lange und so gesund leben, weil sie brav jeden Tag ihre Portion Wal essen. Bereits unseren Großmüttern wurde eingetrichtert, dass „Lebertran“ gesund ist – und nicht wenige wurden nach dem Begrüßungsritual „Backenkneifen und feuchten Schmatzer“ dazu genötigt einen Löffel davon runterzuwürgen.

Zukünftige Halb- und Unwahrheiten zur E-Zigarette

Déjà-vu Ökotest

Die Zeitschrift Ökotest hat im Mai 2014 einen Artikel veröffentlicht, der sich in die lange Reihe der idologisch begründeten Missinformationen zum Thema EZigarette, wie z.B. den „Test von L’INC“, einreihen kann.

Wie auch immer, hier ohne große Umschweife die Fakten zum Artikel: „E-Zigaretten und Liquids – Auf dem falschen Dampfer“ der Zeitschrift „Ökotest“:

Kommentar zur : Seite 1 des Artikels von Ökotest

Gleich am Anfang begibt sich der Artikel auf sehr dünnes Eis und stellt die Frage in den Raum „Gibt es ein Grundrecht aufs Dampfen?“ und bleibt die Antwort leider schuldig – Vielmehr versucht man hier im folgenden den Eindruck zu erzeugen, dass dies hier nicht der Fall sei.

Endzeitstimmung – Wege aus dem Frust

Update 09. Mai 2014: Die neue Tabakprodukterichtlinie wurde verabschiedet und auch schon im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht. Lesen sie hier die über Auswirkungen der TPR auf die Konsumenten der E-Zigarette.

Ursprünglicher Artikel:

1. Was ist passiert?

Nachdem die „Erste Lesung“ zur geplanten Tabakrichtlinie nicht mit einer Schlussabstimmung im EU-Parlament endete, hat die geplante Tabakrichtlinie (im folgenden bezeichnet mit „TPR2“) am 08. Oktober 2013 das Verfahren lediglich Teilweise passiert. Die Schlussabstimmung wurde verschoben, damit man eine „Abkürzung“ nehmen konnte und die TPR2 bereits in der ersten Lesung zum Abschluß bringen (und nicht den „Umweg“ über eine evtl. zweite oder gar dritte Lesung nehmen muss) und so die TPR2 noch vor der Europawahl im Mai 2014 zum Abschluß bringen kann..

Verwirrter E-Zigaretten-Handelsverband unterstützt die E-Zigaretten-Regulierung, die er eigentlich ablehnt

Info vorweg: Im nachfolgenden Brief der TVECA (Der „Dachorganisation“ der EZigarettenhändler, der auch der VdeH – Verband des eZigarettenhandels e.V.- angehört) an die EU-Abgeordneten, werden an einigen Stellen die großen Unterschiede der TVECO zur Tabakindustrie herausgearbeitet.

Interessierte, sollten auf die Seite http://www.tveca.com/tveca-affiliates gehen und dort lesen, mit wem der Verband „TVECA“ unter einer Decke steckt: Dort steht unter anderem, dass TVECA ein stolzes Mitglied von „CORESTA“ ist.

Wenn TVECA der Dachverband der Händler ist – was ist nun „CORESTA“?

CORESTA“ ist das „Cooperation Centre for Scientific Research Relative to Tobacco“. Aufschlussreich ist, wenn man sich die Vorstandsmitglieder von „CORESTA“ (Annex 1) anschaut:

Fehler in der Tabakrichtlinie – Führende Wissenschaftler schreiben an die EU

Um die Aufmerksamkeit der EU-Kommission und EU-Parlamentsangehörige auf eine Reihe von wissenschaftlichen Fehlern in der vorgeschlagenen Tabakprodukterichtlinie zu lenken, hat am 16. Januar 2014 eine Gruppe herausragender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Tabak- und EZigaretten, nachfolgenden Brief an den EU-Kommissar Tonio Borg und an diverse Europaabgeordnete geschickt,
Die Bedenken der Wissenschaftler umfassten neben grundsätzlichen Fehlern, weiterhin Fehlinterpretationen und den Missbrauch von Daten von einzelnen Studien.

Die Liste der Signaturen unter diesem Brief liest sich wie das „Who is Who“ der internationalen Tabak-, Nikotin-, EZigaretten- und Nikotinersatzforschung…

Der Brief:

Wissenschaftliche Fehler in der Tabakprodukterichtlinie
16. Januar 2014

Streitgespräch mit einem Neurobiologen

Wie führe ich ein Streitgespräch mit einem Wissenschaftler?

Eigentlich recht einfach: Bleib bei den Fakten und lass Dich nicht einschüchtern, wenn er dir mit Studien kommt.

Und viel wichtiger: Geh davon aus, dass dein Gegenüber „auch nur ein Mensch ist“!

Heute hatte ich ein Streitgespräch mit einem Neurobiologen, der gleichzeitig auch Immunologe ist. Da das Gespräch sehr gut darstellt, dass auch Wissenschaftler manchmal „nicht den Wald vor lauter Bäumen sehen können“, ich aber auf der anderen Seite den guten Doktor nicht an den Pranger stellen will – Anonymisiere ich das Gespräch und kürze es um zwei Sätze.

Tabakrauchen bei Highschool-Schüler in den USA: Weiter rückläufig

Dieser Text ist im Original von Prof. Brad Rodu. Er ist Professor der Medizin an der Universität von Louisville. Er hält  einen Lehrstuhl in der Erforschung der Schadensminimierung von Tabak (Tobacco Harm Reduction – THR) und ist seit 20 Jahren in der Erforschung und Weiterentwicklung von THR tätig.

Die Universität von Michigan hat die Ergebnisse der Studie „Monitoring the Future“ veröffentlicht. Laut dieser, ist die Anzahl der rauchenden Jugendlichen auf ein Rekordtief gefallen (Datenblätter).

Quelle: Prof. Rodu

Quelle: Prof. Rodu

Die Grafik zeigt über einen Zeitraum von 1975 bis 2013, die Anzahl der Highschool-Schüler in Prozent, welche während „der letzen 30 Tage vor der Befragung“  Alkohol, Marihuana, Tabakzigaretten und Rauchlose Tabakprodukte (z.B. Snus, Snuff und Kautabak)  benutzt haben.