Sachstand zur E-Zigarette: Einstiegs- oder Ausstiegsprodukt?

Dieser Beitrag hat das Ziel die bisher veröffentlichten Studien und Fakten zum Thema „Einstiegsprodukt E-Zigarette“ zu nennen und zusammenzufassen. Dabei zeigt sich ein konsistentes Bild:

Alle bisher veröffentlichten Studien belegen die Behauptung, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt sein können, nicht! Mehr noch:  Alle bisher veröffentlichten Studien legen nahe, dass das Suchtpotenzial von E-Zigaretten niedrig ist und dass Jugendliche Nichtraucher nicht an der E-Zigarette interessiert sind. Die Anzahl der Jugendlichen Nichtraucher welche die E-Zigarette ausprobieren ist gering aber selbst wenn Jugendliche Nichtraucher die E-Zigarette ausprobieren, werden diese danach nicht zu Tabakrauchern oder E-Zigarettenkonsumenten.

Fakten: Jugendliche nicht an Aromatisierten E-Zigaretten interessiert

Das Jahr 2015 beginnt mit guten Nachrichten für die E-Zigarette:

Wieder einmal zeigen die harten Fakten auf, dass Jugendliche Nichtraucher nicht an E-Zigaretten und insbesondere den Aromen interessiert sind.

Studie:
Shiffman, S., M. A. Sembower, J. L. Pillitteri, K. K. Gerlach, and J. G. Gitchell. 2015. The impact of flavor descriptors on nonsmoking teens’ and adult smokers‘ interest in electronic cigarettes.Nicotine & Tobacco Research. Oxford University Press (OUP), January 7. http://dx.doi.org/10.1093/ntr/ntu333.

Aromatisierte E-Liquids und auch E-Zigaretten üben laut der Studie eine sehr geringe Anziehungskraft auf Jugendliche aus.

PEGIDA

Weil mir wegen der der anhaltenden Berichterstattung gerade völlig unweihnachtlich die Hutschnur geplatzt ist, nehme ich mir die Freiheit und schreibe jenseits der Tabak, Pharma und Gesundheitslobby mal völlig „Off-Topic“ ein paar Zeilen zu PEGIDA.

PEGIDA bedeutet „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes„.

Gegen die Islamisierung des Abendlandes?

Dann hören wir den Demonstranten doch mal zu:

NDR – Panorama – Kontaktversuch: „Lügenpresse“ trifft Pegida

NDR – Panorama -Die Interviews in voller Länge, Teil I

NDR – Panorama -Die Interviews in voller Länge, Teil II

Das ist keine Islam-Kritik – Das klingt nicht mal so! Das ist nicht „gegen die Islamisierung des Abendlandes“!

Frohes Fest

„Ich will Weihnachten in meinem Herzen ehren und das ganze Jahr über dort halten.“

– Charles Dickens –

Denen die Weihnachten feiern, wünsche ich ein besinnliches und freudiges Fest!

Denen die das nicht tun, wünsche ein paar tolle Tage voller Zufriedenheit!

Rursus

Studie: Suchtpotenzial von E-Zigaretten ist sehr gering

Wie ich am 19. Dezember geschrieben habe, legen die Ergebnisse der Studie „Which nicotine products are gateways to regular use? First-tried tobacco and current use in college students“ nahe, dass das Suchtpotenzial von E-Zigaretten ziemlich niedrig ist.1

Ich bin heute über eine neue Studie von Jean-François Etter und Thomas Eissenberg gestolpert, welche am 18. Dezember 2014 veröffentlicht wurde:

Dependence levels in users of electronic cigarettes, nicotine gums and tobacco cigarettes

In dieser Studie wurden die Antworten verglichen von

  • 766 E-Zigarettenkonsumenten (Dampfer), welche Liquids mit Nicotin benutzen mit 30 Dampfern, die Liquids ohne Nicotin benutzen

Neue Studie: E-Zigarette ist kein Einstiegsprodukt!

Obwohl die Behauptung in der Vergangenheit immer wieder wie die sprichwörtliche „Sau durchs Dorf getrieben“ wurde, gab es bisher nicht einen Beweis dafür, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt (Gateway) in den Tabakkonsum sein könnten.

Heute wurde eine Studie veröffentlicht, die nicht nur einen weiteren Beweis dafür liefert, dass E-Zigaretten kein Einstiegsprodukt sind, sondern vielmehr einen klaren Beweis dafür, dass E-Zigaretten ein Ausstiegsprodukt sind:

„Meier EM, Tackett AP, Miller MB, Grant DM, Wagener TL. Which nicotine products are gateways to regular use? First-tried tobacco and current use in college students. American Journal of Preventive Medicine 2015; 48(S1):S86-S93.“

Rauchstopp mit E-Zigarette

Am 17. Dezember 2014 wurde eine Übersichtsarbeit der „Cochrane Collaboration“ zum Thema „Raucherentwöhnung und Rauchminderung mit E-Zigaretten“ veröffentlicht.1 Die gemeinnützige Organisation „Cochrane Collaboration“ hat das Ziel aktuelle Bewertungen zu medizinischen Themen zu erstellen und zu verbreiten.2 Trotz einiger Kritik in der jüngsten Vergangenheit hatten und haben die dort veröffentlichten Arbeiten einen guten Ruf in der Fachwelt.3

In der Frankfurter Allgemeine wurde die angesprochene Übersichtsarbeit in einem Artikel zum Thema gemacht.

FAZ: „Zum Aufhören reicht es selten“4

Tabakkonsum unter US-Teenagern sinkt dramatisch – Dank E-Zigarette!

Der Tabakkontrollforscher Stanton Glantz hat in einem Artikel auf „USA Today1 folgendes von sich gegeben:

„There’s no question that e-cigarettes are a gateway to smoking,“

Übersetzung:
„Keine Frage – EZigaretten sind ein Einstiegsprodukt in den Tabakkonsum“

Glantz bezieht sich bei dieser Aussage auf die Ergebnisse der Studie „Monitoring the Future„, in der US-Jugendliche zu ihrem Tabak und E-Zigarettenkonsum befragt worden sind.

Kurze Zeit nachdem Glantz diese Aussage tätigte, veröffentlichte die Universität von Michigan die tatsächlichen Zahlen, die der Studie „Monitoring the Future“ zugrunde liegen.2

Falschmeldung: Können E-Zigaretten abhängig machen?

Zuerst war ich nach dem lesen einer Pressemitteilung des „Penn State College of Medicine“ begeistert.1 Immerhin wurde hier etwas beschrieben, was ich an mir selbst auch beobachten konnte: Raucher sind nach einem Wechsel auf die E-Zigarette weniger abhängig.

Um auf dieses Ergebnis zu kommen, änderten die Forscher um Jonathan Foulds einige Fragen des „Fagerström Test für Zigarettenabhängigkeit“.2 Das war nötig, da der „Fagerström Test“ lediglich die körperliche Tabaksucht von Rauchern bestimmt und nicht ohne Änderungen bei E-Zigarettenkonsumenten angewendet werden kann.

Der angepasste Fragebogen sollte dann auch klären ob E-Zigaretten die Abhängigkeit von Rauchern reduzieren können. Dazu wurden die Antworten einer On-Line-Befragung von 3609 Ex-Rauchern und jetzigen E-Zigarettenkonsumenten (Dampfern) ausgewertet.

Werbung für Cannabis – schon gesehen?

Nicht? Das muß daran liegen, dass Werbung für Drogen in Deutschland laut Gesetz verboten ist.1

Aber eigentlich muß es allgegenwärtige Werbung für Cannabis geben! Im Fernsehen, im Radio, in den Tages- und Wochenzeitungen, auf Plakatwänden und auch auf der Startseite von Google!

Werbung sorgt nämlich laut bestimmter Stellen dafür, dass der Konsument dazu verführt wird ein Produkt zu kaufen!

Also müßte es eigentlich Werbung für Cannabis geben – Zumindest laut DKFZ, würde Werbung die hohe Anzahl der Cannabis konsumierenden Kinder und Jugendlichen in Deutschland stimmig erklären!