Sie tun Unrecht, Frau Dr. Pötschke-Langer!

Am 3. Dezember wurde durch Dr. Martina Pötschke-Langer ein neuer Band der „roten Reihe“ veröffentlicht. Titel: „Marketing für E-Zigaretten in Deutschland“.1

In der Pressemitteilung für den neuesten Band der „roten Reihe“ steht unter anderem folgendes geschrieben:

„Für die öffentliche Gesundheit bergen E-Zigaretten mehr Schadenspotential als Nutzen, da sie die bisherigen Erfolge der Tabakprävention bei Jugendlichen gefährden“, sagt Dr. Martina Pötschke-Langer. Daher fordert das DKFZ eine strenge Regulierung von E-Zigaretten. Dazu gehören unter anderem ein Verkaufsverbot an Jugendliche und ein umfassendes Werbeverbot sowohl für E-Zigaretten als auch für Tabakprodukte.2

Champix – Wirksames Medikament oder Pfui?

Von Champix ist immer wieder einmal in der Presse zu lesen. Vor allem „Gesundheitsexperten“ weisen immer wieder auf die guten Ergebnisse hin, dass dieses zugelassene Medikament bei einem Rauchstoppversuch bringen soll.

Lassen wir einmal die (erwiesenen) Nebenwirkungen wie Aggressivität, Selbstmordgedanken, abnormes Träumen und Erbrechen beiseite und schauen uns die tatsächliche Wirksamkeit von Champix bei einem Rauchstoppversuch einmal näher an:

Wirksamkeit von Champix

Laut einer Metaanalyse, in welcher neun Studien mit 7.267 Teilnehmern (davon 4.744 Nutzer von Champix) betrachtet wurden, hat das Medikament einen positiven Effekt bei einem Rauchstopp.1

Formaldehyd – Eine Falschmeldung geht um die Welt

Wie schon im letzten Artikel erwähnt, habe ich eigentlich zur Zeit den Kopf nicht frei, um mich eingehend mit den neuesten Nachrichten und Studien zu beschäftigen… Aber es gibt Sachverhalte, die einfach nicht ignoriert werden können.

Sei es nun, die sehr gute Nachricht, dass das Bundesverwaltungsgericht entschieden hat, dass EZigaretten in Deutschland nicht als Arzneimittel oder Medizinprodukt, sondern als Genussmittel eingestuft werden…. Oder auf der anderen Seite der Waagschale, dass „EZigaretten 10 mal mehr krebserregende Stoffe enthalten sollen, als Tabakzigaretten„.

Diese Nachricht ging am 27. November um die Welt:

Amtlich: EZigaretten sind kein Arzneimittel oder Medizinprodukt

Wegen einem schweren Krankheitsfall in der Familie habe ich mich in den letzten Wochen sehr zurückgehalten was das Thema EZigarette angeht. Ein heute verkündetes Urteil, zwingt mich jedoch geradezu wieder einmal in die Tasten zu greifen und ein paar Zeilen zu schreiben – Wurde hier doch (endlich!!!) ein seit Ende 2011 öffentlich geführter Diskurs (um nicht zu sagen: Eine Riesensauerei!) höchstrichterlich bereinigt. Ein Diskurs, der unter anderem mich dazu gebracht hat mich für die EZigarette einzusetzen und diesen Blog zu starten.

Ich meine damit die unerträgliche Behauptung der Gesundheitsministerin von NRW, Frau Barbara Steffens, dass EZigaretten Arzneimittel sein sollten und der Verkauf somit verboten sei.

Laut FDA soll Champix jetzt sicher sein

Nachdem der Pharmariese „Pfizer“ bis heute knapp 275 Millionen Dollar für Opfer des Medikaments „Champix“ (auch bekannt als Chantix, Vareniclin) bezahlte, hat das Unternehmen jetzt neue Forschungsergebnisse über die Unbedenklichkeit vorgelegt und damit die US-amerikanische FDA überzeugt, dass das Medikament jetzt sicher ist.1

Den Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – Aus diesem Grund, noch einmal:

Nachdem der Pharmariese „Pfizer“ bis heute knapp 275 Millionen Dollar für Opfer des Medikaments „Champix“ bezahlte, hat das Unternehmen jetzt neue Forschungsergebnisse über die Unbedenklichkeit vorgelegt und damit die US-amerikanische FDA überzeugt, dass das Medikament jetzt sicher ist.

Nikotinresorption von Tabakzigaretten und E-Zigaretten

Wer schon immer mal wissen wollte, wie schnell Nikotin vom Körper aufgenommen (resorbiert) wird…

Bitte schön:

Quelle der Daten: Nicotine absorption from electronic cigarette use: comparison between first and new-generation devices

Erklärung des Diagramms

Von unten nach oben, sieht man die Nikotinkonzentration im Blut in Nanogramm (ng = Milliardstel Gramm) und von links nach rechts, den Zeitverlauf in Minuten.

Dargestellt ist die Nikotinaufnahme bei einem Tabakraucher, einem Dampfer mit einer E-Zigarette der 1. Generation (sog. Cig-a-Like) und einem Dampfer mit einer E-Zigarette der 2. Generation (Akkuträger mit aktuellem Verdampfer) – Beide Verdampfer wurden mit einem E-Liquid mit „18mg/ml“ benutzt. Als Vergleich ist die Nikotinkozentration im Blut eines Nichtrauchers/Nichtdampfers angegeben.

Junk Conclusions von einem Nobelpreisträger: „E-Zigaretten führen zu Kokain“

Junk Science (von englisch junk für „Ramsch“, „Müll“ und science für „Wissenschaft“) bzw. Minderwissenschaft ist falsch oder gar betrügerisch präsentierte bzw. interpretierte Forschung, mit deren Ergebnissen Vertreter wirtschaftlicher, religiöser oder politischer Interessen versuchen, Entscheidungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen.
Conclusion (englisch  für „abschließende Erklärung“, „Fazit“.)

Laut Brad Rodu (Professor der Medizin an der Universität von Louisville, Kentucky, USA) wurde gestern im „New England Journal of Medicine“ (NEJM) ein aufhetzender Artikel veröffentlicht, in dem Nikotin als Einstiegsdroge für Kokain (für Mäuse) bezeichnet wird.

CDC: "Vielleicht Nein" ist das neue "JA!"

Nachdem ich am 28. August mit dem Beitrag „Das CDC belügt die Öffentlichkeit massiv“ die größten Unzulänglichkeiten der Pressemeldung des CDC aufs Korn genommen habe, will ich heute etwas eher diffiziles betrachten:

Die Datengewinnung!

Keine Angst – Das wird gar nicht weh tun (außer man bekommt dabei einen Lach oder Heulkrampf).

Wie ich hier schon erklärt habe, hat das CDC in dem betreffenden Fragebogen zwei Fragen zur E-Zigarette gestellt und aus diesen ihre offiziellen Schlussfolgerungen gezogen. Diese zwei Fragen waren:

1. Denkst Du, dass Du im nächsten Jahr eine Tabakzigarette rauchen wirst?
2. Wenn einer deiner besten Freunde dir eine Tabakzigarette anbietet, würdest Du sie rauchen?

Schwangerschaft und E-Zigarette?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 26. August einen Bericht zur E-Zigarette veröffentlicht. Dieser Bericht wird zur Zeit sehr, ich nenne es mal, „kontrovers“ diskutiert. (Beispiel HIER und HIER)

Da der WHO-Bericht zur E-Zigarette etwas länger ist und einige sehr eigenartige Schlussfolgerungen aus für E-Zigaretten eigentlich positiven Studien zieht, will ich hier nach und nach einige dieser „eigenartigen Schlussfolgerungen“ näher betrachten.

Den Anfang mache ich heute mit einem Satz auf Seite 3 des WHO-Berichts:

„Nikotin kann negative Auswirkungen während der Schwangerschaft haben und könnte zu Herz-Kreislauferkrankungen beitragen.

Original: „It [Nicotine] can have adverse effects during pregnancy and may contribute to cardiovascular disease.“

Das CDC belügt die Öffentlichkeit massiv

Nachdem die WHO gestern durch eine seltsame In­ter­pre­ta­ti­on der bisherigen Studienlage die Öffentlichkeit verwirrt hat, ist jetzt das US-amerikanische Center for Desease Control and Prevention (CDC) auch mit voller Kraft dabei, die Menschen zu verunsichern.

Am 25. August 2014 hat das CDC eine Pressemitteilung veröffentlicht, die erschreckend ist:

Laut dem CDC haben 2013 mehr als 250.000 US-amerikanische Nichtrauchende Jugendliche E-Zigaretten benutzt. Weiterhin sollen 43,9 Prozent von diesen Jugendlichen evtl. vorhaben demnächst eine Tabakzigarette zu probieren (im Gegensatz zu nur 21,5 Prozent der Jugendlichen, die noch keine E-Zigarette ausprobiert haben.